Taking the time
Darstellende Kunst Öffentlichkeit Tanz Workshop
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hosted by Elena Lach, Ema Bencíková & LIFT Tanzkollektiv
Einatmen. Ausatmen. Der Tag nach der Vorstellung, nach der Premiere, nach der Festivaleröffnung. Wenn das Adrenalin nachlässt, fragen wir uns: Wie entspannen wir eigentlich? In diesem Workshop schalten wir gemeinsam einen Gang runter, teilen Praktiken des Ausruhens und erkunden mit Bewegung, Klang, Berührung und Atmung Wege zur Regulation. Zusammen überwinden wir die Produktivität und betrachten kollektives Ausruhen als Fürsorge.
Legen wir uns hin, machen wir es uns gemütlich und halten inne. Dieses Treffen ist eine Einladung, gemeinsam zu entschleunigen und auszuprobieren, wie wir entspannen – während eines Festivals, mittendrin und danach. Und was braucht der eigene Körper wirklich?
Gemeinsam mit Künstler*innen des LIFT Tanzkollektivs sammeln, teilen und erforschen wir Praktiken der Entspannung und der Selbst- bzw. Co-Regulation und genießen eine geführte Entspannung.
Was passiert, wenn wir uns weigern zu performen?
Wenn wir Produktivität kurz aussetzen, gähnen, uns strecken oder einfach gar nichts tun?
Welche Strategien helfen, das Nervensystem zu regulieren – und können wir uns dabei gegenseitig unterstützen?
Teile einen Stim. Teile einen Moment der Stille. So üben wir Ausruhen als Widerstand, als kollektive Fürsorge, als Weg, den Zwang der Leistungskultur zu lockern.
Das Format ist so gestaltet, dass man jederzeit ein- und aussteigen kann – man muss nicht pünktlich um 16:00 da sein.
Elena Lach (dey/sie) wohnt in Wien und arbeitet als Performer*in, persönliche Assistenz und Regieassistenz. Dey erforscht Queer Use von öffentlichem Raum in SPACE HOLDER, das Zugang zu queeren Partys für neurodivergente Menschen ermöglichen soll, und war bisher im flucc und am 4lthangrund vertreten. Als Teil des Careful Collisions Collective gestaltet Elena Lach queere Bewegungsräume für Kontaktimprovisation. Dey liebt Fragen, nichtverbale Kommunikation und praktiziert soziale Eigenartigkeit als Überlebensstrategie und Beziehungsweise. Im Herbst 2025 leitete Elena Lach gemeinsam mit Ema Benčíková den Workshop Spacing in: Relaxed Performance Lab für autistische und neuroqueere Personen im Rahmen von brut barrierefrei.
Ema Benčíková (she/they) ist eine in Wien lebende Kuratorin, Theaterregisseurin und Care-Workerin. In ihrer künstlerischen Forschung konzentriert sie sich auf eine kritische Phänomenologie nichtnormativer Verkörperung mittels Methoden des institutionellen Konstruktivismus und der infrastrukturellen Analyse gegenseitiger Hilfe innerhalb trans und crip Communities. Von 2019 bis 2024 war sie Leiterin des neurodivergenten Community-Theaters Stopy Snov in Bratislava. 2025 kuratierte sie Ausstellungen in der ŠKUC Gallery in Ljubljana und in der Kunsthalle Exnergasse in Wien. Im vergangenen Jahr war sie Stipendiatin der intersektionalen Organisation kültüř gemma!. Im Herbst 2025 leitete Ema Benčíková gemeinsam mit Elena Lach den Workshop Spacing in: Relaxed Performance Lab für autistische und neuroqueere Personen im Rahmen von brut barrierefrei.
LIFT Tanzkollektiv (Liv Schellander, Irene Giró, Fia/Sophia Neises, Tanja Erhart) ist eine Konstellation von crip, queeren und migrantischen Körpern, die neue Begegnungs- und Erfahrungsräume schaffen und ästhetische Barrierefreiheit in den Mittelpunkt stellen.