Profession: Documentarist
Film Video Screening Filmreihe
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Shirin Barghnavard, Firouzeh Khosrovani, Farahnaz Sharifi, Mina Keshavarz, Sepideh Abtahi, Sahar Salahshoor und Nahid Rezaei:
PROFESSION: DOCUMENTARIST
(Herfeh: Mostanadsaz / حرفه: مستندساز)
Filmprogramm und Gespräch
Online Screening
16. bis 25.10.2026
täglich von von 19:00-20:20 Uhr (in Ihrer jeweiligen Zeitzone)
https://streaming.goldenpixelcoop.com/
Online Q&A mit Shirin Barghnavard und Sahar Salahshoor, moderiert von Marlies Pöschl, 24.10.2026, 12:00 Uhr (UTC+2/MESZ)
Zoom-Link: https://us06web.zoom.us/j/87938533361
Kontakt bei Fragen zum Zoom-Meeting:
marlies.poeschl@goldenpixelcoop.com
Matinee Online Screening (vor dem Online Q&A) am 24.10.2026, 10:00 Uhr (UTC+2/MESZ) hier.
„Profession: Documentarist“ bildete den Ausgangspunkt für die 2017 veranstaltete Film- und Vortragsreihe „Jene Tage / آن روزها“ (Those Days). Vor dem Hintergrund der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Krisen im Iran seit 2009 verfassten sieben Regisseurinnen 2014 gemeinsam diesen kaleidoskopartigen filmischen Erfahrungsbericht, wobei stets das Verhältnis zwischen dem Privaten und dem Politischen in ihrer Arbeit im Mittelpunkt steht.
Unter vielen Menschen in Teheran macht sich ein geteiltes Gefühl breit: als lebten sie täglich in einem „stillen“ Krieg gegen die Repressionen des Staates (Shirin). Politische Paranoia schleicht sich langsam in die Gedankenwelt der Filmemacherinnen und bringt sie dazu, ihre eigenen Überlegungen anzuzweifeln (Firouzeh). Weibliche Sängerinnen sind aus dem öffentlichen Raum verschwunden und hinterlassen eine Leerstelle, die nur in der Imagination gefüllt werden kann (Farahnaz). Dass etwas verloren wurde, wird immer stärker spürbar, denn die Distanz zwischen jenen, die emigriert sind, und jenen, die geblieben sind, wird immer schwerer zu überbrücken (Mina). Da ist eine tiefe Trauer – über den Verlust geliebter Menschen, aber auch den Verlust von Ländern und Zukünften, die hätten sein können (Sepideh). Die Wände der Gefängnisse scheinen sich auszudehnen und bis ins Zuhause und in den Alltag hineinzureichen (Sahar). Und doch bleibt inmitten dieses Gefühls von Verlust und Fragmentierung auch Hoffnung möglich – solange da der Wille ist, an ihr festzuhalten (Nahid).
Die ursprüngliche Veranstaltung „Jene Tage“ wurde konzipiert und organisiert von Constanze Ruhm (Akademie der bildenden Künste Wien), Marlies Pöschl und Bernhard Staudinger (GPC) sowie Lydia Nsiah.