Péter Techet: Laboratorium Ungarn

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Mittwoch 6. Mai
6. Mai
Mi
19:00
Vortrag
Péter Techet: Laboratorium Ungarn

Vortrag Péter Techet

Laboratorium Ungarn: Ende der illiberalen Demokratie - und was danach?

6. Mai 2026, 19 Uhr

Amt für Archiventropie
Mittersteig 13
1040 Wien

Im Rahmen des Turul-Manövers hält der ungarische Jurist und Historiker Péter Techet am Mittwoch, den 6. Mai um 19 Uhr im Amt für Archiventropie einen Vortrag über die aktuelle politische Situation in Ungarn nach der Wahl im April. Er schreibt dazu:

“Am 12. April wurde das Orbán-Regime, das seit 2010 in Budapest an der Macht war, demokratisch abgewählt. Die neue Oppositionspartei TISZA verfügt im ungarischen Parlament über die für Verfassungsänderungen erforderliche Zweidrittelmehrheit. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, das System Orbán demokratisch und friedlich – sogar nach seinen eigenen Spielregeln – abzulösen. Die neue Regierung besitzt nun eine ähnlich weitreichende Machtfülle wie Viktor Orbán in den vergangenen Jahren. Doch was folgt daraus? Steht Ungarn vor einer neuen illiberalen Demokratie – oder gelingt die Rückkehr zu pluralistischen Strukturen?

In den letzten Jahren ist Ungarn zu einem politischen Laboratorium geworden: zunächst mit dem Modell der „illiberalen Demokratie“, das auch von Rechtspopulisten in Europa und den Vereinigten Staaten aufgegriffen wurde. Nun könnte aber unser östliches Nachbarland zeigen, wie sich ein solches System auf demokratischem Wege überwinden und in eine liberale Demokratie zurückführen lässt.

Der Vortrag beleuchtet die Ursachen für die Abwahl des Orbán-Regimes und fragt, was vom neuen Regierungschef Péter Magyar zu erwarten ist. Wird Ungarn zu einem Modell für den Widerstand gegen Illiberalismus – und damit zu einem Beispiel für jene in Europa, die dem Rechtspopulismus entgegentreten wollen?”

Péter Techet ist promovierter Jurist und Historiker, zurzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) in Wien. Er war viele Jahre an Universitäten in Deutschland, Italien, der Schweiz und den Vereinigten Staaten tätig. Er befasst sich mit der Geschichte des (post-)habsburgischen Mitteleuropa sowie mit aktuellen politischen Entwicklungen in der Slowakei, Ungarn und den Westbalkanländern. Er ist außerdem regelmäßiger Kommentator in der „Presse“ und der „Neuen Zürcher Zeitung“.

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