Das Turul-Manöver
Kunst Installation
Verbindung zu esel.at
Die Agentur für Unabkömmlichkeitsbegründungen
zeigt
Das Turul-Manöver
Kapitel 1
Die Flucht der Turuls aus Ungarn
Amt für Archiventropie
Mittersteig 13
1040 Wien
Der Turul, eine Mischung aus Adler und Falke, ist das Nationalsymbol Ungarns und spielt im Gründungsmythos des Landes eine zentrale Rolle als Zeuger der sieben ungarischen Stämme und Führer dieser Stämme in die pannonische Tiefebene. Die Turuls sind es schon lange überdrüssig, als antisemitische Statue der bösen Leidenschaften, als Symbol der nationalen Wiederauferstehung und der völkischen Politik missbraucht zu werden und haben beschlossen, aus einem Ungarn zu fliehen, das über 250 Turul-Denkmäler sein eigen nennt. 5000 sich harmlos gebende, aus dem Nachlass der Nichte von Kuno von Klebelsberg gefaltete Papier-Turuls sind kurz vor der ungarischen Wahl am 12. April in einer Massenmigration per Boot donauaufwärts aus Ungarn nach Wien geflüchtet. Sie suchen hier Läuterung und Bannung ihrer bisherigen Bestimmung, weg von dem Ungarn seit Jahrhunderten beherrschenden Turulette-Syndrom.
Die Frage, die zentral für dieses erste Kapitel des Turul-Manövers ist: sind die Motive der Turuls lauter oder ist das Ganze nur eine Aktion zum Export rechter, autokratischer Ideologie nach Österreich? Und ist die Agentur für Unabkömmlichkeitsbegründungen in Wahrheit nur eine zwielichtige Schlepperbande?
Die Flucht der Turuls aus Ungarn wird mit einer nautischen Installation dokumentiert und ab Freitag, 10. April um 19 Uhr im Amt für Archiventropie am Mittersteig 13 in 1040 Wien sichtbbar gemacht. Die Installation ist von der Strasse aus rund um die Uhr während 7 Tagen bis zum Freitag, 17. April um 19 Uhr zu sehen.
#privatearchives1
#diequalderwahl
#dasturulettesyndrom
#wirspeichernumzuvergessen
Im Rahmen von
Private Archives 1
Mit Dank an Verein Origami Wien, Wanda Moser-Heindl, Franz Rumpler, Katalin Teller und viele Andere
Gefördert vom kollektiven Vorstellungsvermögen