Ökofeministische Hardware gegen Kolonialismus

Medien & Technologie Zeitgenössische Kunst Vortrag Screening
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Donnerstag 8. Jänner

Stefanie Wuschitz und Patrícia J. Reis
Vortrag und Screening

Es gilt als offenes Geheimnis, dass die Hardware in unseren smarten Geräten nicht nur Kunststoffe, sondern auch „Konfliktmineralien“ wie Kupfer und Gold enthält. Technologie ist also nicht neutral. Wir untersuchen alternative Hardware aus einer ökofeministischen Perspektive. Ökofeministische Hardware wird ohne schädlichen Bergbau, auf nachhaltige Weise und unter fairen Arbeitsbedingungen entwickelt und aus uns unmittelbar verfügbaren Materialien hergestellt, ohne Elektroschrott zu erzeugen, dezentral, mit Consent und Care. Wir haben deshalb in Zusammenarbeit mit vielen Expert*innen versucht, aus existierenden Materialien und mit alten Handwerksmethoden anti-koloniale Schaltkreise zu bauen. Wir haben uns an den üblichen Herstellungsweisen der Commons orientiert. Unser Ergebnis ist ein ethisches Hardware-Kit mit einem PCB-Mikrocontroller. Unsere PCB besteht aus im Wald gefundener Tonerde, die auf einem Lagerfeuer gebrannt wurde. Unsere Leiterbahnen bestehen aus upgecycletem Silber und alle anderen elektronischen Komponenten werden aus alten Geräten gewonnen und wiederverwertet. Der Mikrocontroller kann verschiedene inputs und outputs (Ton, Licht, Sensoren) berechnen und ist vollständig Open Source.

Ein PEEK Projekt gefördert vom FWF.

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