O-Töne 2026

Literaturfestival
Literatur Öffentlichkeit Lesung Festival
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7 Termine
Donnerstag 9. Juli
9. Juli
Do
20:00
Lesung
Eröffnung: Norbert Gstrein | Katherina Braschel
Sommerbühne
Donnerstag 16. Juli
16. Juli
Do
20:00
Lesung
O-Töne 2026
Sommerbühne
Donnerstag 23. Juli
23. Juli
Do
20:00
Lesung
O-Töne 2026
Sommerbühne
Donnerstag 30. Juli
30. Juli
Do
20:00
Lesung
O-Töne 2026
Sommerbühne
Donnerstag 6. August
6. Aug.
Do
20:00
Lesung
O-Töne 2026
Sommerbühne
Donnerstag 13. August
13. Aug.
Do
20:00
Lesung
O-Töne 2026
Sommerbühne
Donnerstag 27. August
27. Aug.
Do
20:00
Lesung
O-Töne 2026
Sommerbühne

Das Literatur-Open-Air O-TÖNE präsentiert ab 9. Juli bei freiem Eintritt auf der MQ Sommerbühne ein vielfältiges und schillerndes Programm mit prominenten und neuen Stimmen der österreichischen Literatur.

Norbert Gstrein spiegelt das mörderische 20. Jahrhundert kunstvoll in der Gestalt eines Mannes, dessen Leben vom Krieg bestimmt bleibt, dem er 1914 entgangen ist. Robert Menasse lässt seinen EU-müden Helden zu einem bitterkomischen Überlebenswettkampf mit seiner betagten Mutter antreten. Ebenso nicht zu unterschätzen ist die ausgebüxte Mutter, mit der Birgit Birnbacher ihre nervöse Protagonistin und deren noch zappeligeren Buben feinfühlig konfrontiert. Elias Hirschl entwirft in einem opulenten Erzähltableau ein Feuerwerk an Ideen und begibt sich vor erstaunlichen Hintergründen auf die Suche nach einer perfekten Sprache. Josef Winkler schreibt sich in einem Erzählfuror in eine Randfigur seines bisherigen Werkes hinein: die Schwester, die sich zu Hause früh um den rebellischen Josef gekümmert hat und selbst ein schweres Lebensschicksal erlitt.

Drei Premieren bietet das Hauptprogramm: Sandra Gugič lebte in Tel Aviv-Jaffa, als der Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 alles veränderte. Da sie sich mit ihrem kleinen Kind damals gleichsam am Rand der Gesellschaft befand, liefert ihr Text mit seiner dezidierten Spielplatzperspektive das Beispiel einer ganz anderen Zeugenschaft. Die dialektischen Zusammenhänge von Immobilie und Lebensglück, Hausbau und Unbehaustheit, Abschied und Neuanfang lotet Eva Menasse mit ironischer Abgeklärtheit aus. Im lange erwarteten neuen Buch von Paulus Hochgatterer denkt der 16-jährige Ingemar nicht nur über sich selbst, sondern auch über die ganz großen Menschheitsthemen wie die Gerechtigkeit nach. Als eine Katze in die Familie kommt, die ihre sieben Leben tatsächlich braucht, eröffnen sich ihm neue Hoffnungen und Wege.

Viele der heurigen Debüts verhandeln Herkunft und Familie. Und auffällig oft steckt viel Humor in diesen Büchern: Die Geschichte einer donauschwäbische Familie erzählt die Salzburger Autorin Katharina Braschel. Der deutsch-österreichische Autor David Vajda geht in seinem Debüt einer weit verzweigten europäischen Familiengeschichte nach. Bei Lisa Wölfl, die in Wien aufgewachsen ist, findet die Ich-Erzählerin endlich einen Job, von dem sie leben kann: Sie wird Animateurin auf einer Dating-Plattform. Ein lustiges Buch legt auch die in Sarajevo geborene, in Kärnten lebende Autorin Manuela Tomić vor. Just, als die Protagonistin an einem Text über Krieg, Flucht und familiäre Traumata arbeitet, taucht bei ihr der „Fratz“ auf und geht nicht mehr weg. Sarah Wipauer führt uns in die Wiener Unterwelt. Dort hat sich ein Rohrpostsystem etabliert, über das Sie staunen werden.

Auch im Debüt des Bregenzer Autors Hans-Joachim Gögl findet sich Witz: Nach dem Tod des Vaters probiert der Sohn exakt drei Tage in der Woche und fünf Wochen lang dessen Leben aus. Sasa Hanten, Kunstsammlerin und Rechtsanwältin, erzählt con brio von der lebenslangen Freundschaft zwischen einem schwulen Firmenerben und seiner besten Freundin und vom Glück als Projekt. Und die Salzburger Autorin Marlen Mairhofer erfindet das verrufene Genre des Mädchenbuchs neu: als moderne Antwort auf „Alice im Wunderland“.

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