Margot Pilz. Kaorle am Karlsplatz 2026
Zeitgenössische Kunst Urbanismus Bildende Kunst Öffentlichkeit Installation Ausstellung
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Mit Kaorle am Karlsplatz 2026 wird eine wegweisende Arbeit von Margot Pilz neu aufgeführt und zeitgenössisch kontextualisiert. Bereits 1982 verwandelte Pilz im Rahmen der Wiener Festwochen den Karlsplatz in eine konsumfreie Strandlandschaft aus Sand, Palme, Liegestühlen und Sonnenschirm und inszenierte den öffentlichen Raum als soziale Plastik. Ein aufblasbarer Wal und Walgesänge verwiesen früh auf Umweltzerstörung und Artensterben. 44 Jahre später kehrt die Installation als kritischer Kommentar zur Klimakrise zurück. Was einst als utopisches Traumbild erschien, wird nun zur dystopischen Vorahnung: schmelzende Polkappen, steigende Meeresspiegel, verschwindende Strände und Ressourcenknappheit prägen die Gegenwart. Kaorle am Karlsplatz 2026 verbindet eskapistische Leichtigkeit mit politischer Schärfe. Das Projekt hinterfragt Verantwortung, Tatenlosigkeit und die Aneignung von Natur und versteht sich als offener Ort zwischen Kritik, Dialog und Hoffnung.
Dieses Projekt wird realisiert mit freundlicher Unterstützung von Hengl Mineral GmbH, den Österreichischen Bundesforsten und SSO Garten & Planung GmbH.
Mit Aktivierungen durch Karlskirche, Kunsthalle Wien, Künstlerhaus Vereinigung, NEST – Neue Staatsoper im Künstlerhaus, Wiener Staatsoper, HOPE Raumlabor @ TU Wien, Wien Museum, Vereinigung bildender Künstler*innen Wiener Secession u. a.