John Waters: The Respectable Years
Film Filmfestival Screening
Verbindung zu esel.at
The Pope of Trash wird 80: Happy Birthday, John Waters!
John Waters ist kein Filmemacher, er ist ein Genre. Ein Planet!
Der Heilige der schlechten Manieren, Chronist des Abartigen, verwurzelt im Americana, Godfather of Filth. Seit über 50 Jahren macht er aus Tabu eine Kunstform, und den Begriff Camp gäbe es in der Form ohne ihn vermutlich nicht. Radikal zärtlich feiern seine Held:innen das Außenseitertum. Zwischen Subkultur und Mainstream, zwischen Mitternachtskino und Broadway‑Musical, zwischen Schmutz und Eleganz kann sein Werk alles.
Waters’ Kino bringt uns zum Lachen, Würgen, Beschämen, Schmusen, Cringen und ist damit ein Ort der Befreiung. Ein Ort, an dem alles glänzt, das Unpassende triumphiert und das Unanständige plötzlich sehr verlockend wirkt. Alles hier ist größer als das Leben. Dabei spart er die wahren Wurzeln allen Übels wie rassistische Normen, sexuelle Moralpaniken, Celebrity‑Kult, Medienhysterie oder Suburbia‑Neurosen nicht aus. Er hat halt nur ein müdes Lächeln für sie - wie für alle anderen sogenannten Normalitäten auch.
Mit JOHN WATERS: THE RESPECTABLE YEARS widmen wir dem Pope of Trash eine Retrospektive seiner späten Phase und feiern den 80er unseres Helden mit einer sechs-Filme-dauernden Party des schlechten Geschmacks, der guten Laune und der rabiaten Empathie.