Ishír. Lebendige Erinnerung aus Paraguay
Zeitgenössische Kunst Kunst Geschichte Ausstellung
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Mit Ishír. Lebendige Erinnerung aus Paraguay präsentiert das Weltmuseum Wien in Kooperation mit dem Österreichischen Lateinamerika-Institut und Vertreter*innen der Ishír, der indigenen Bevölkerung im Gran Chaco im Westen Paraguays, eine Ausstellung, die den Blick nicht allein in die Vergangenheit richtet, sondern vor allem die Frage stellt, wie die Ishír heute an ihr kulturelles Erbe erinnern, es deuten und mit ihrer Gegenwart in Beziehung setzen.
Historische Fotografien und die ethnografische Sammlung des italienischen Malers, Fotografen und Ethnologen Guido Boggiani (1861–1902), die im Weltmuseum Wien aufbewahrt werden, stehen im Zentrum einer Wiederbegegnung mit den Ishír der Gegenwart. Boggiani unternahm mehrere Reisen in den Gran Chaco, dokumentierte die Kulturen mit seiner Kamera und legte eine umfangreiche ethnografische Sammlung an.
Die Ausstellung thematisiert nicht nur den Kampf der Ishír und anderer Indigener Gruppen um den Erhalt ihres Lebensraums, ihrer Kultur und Sprache, sondern macht Kunst zu einer zentralen Ausdrucksform des Widerstands. Ethnografische Gegenstände wie Federschmuck, Taschen aus Bromelienfasern, Jagdgeräte und ein Maskenkostüm treten dabei in Dialog mit zeitgenössischen Zeichnungen, die Ritual und Beziehung zur Natur im Zentrum des Lebens der Ishír zeigen.
Ishír. Lebendige Erinnerung aus Paraguay ist die zweite Ausstellung im neuen Pop-up-Space des Weltmuseums Wien, in dem in Zusammenarbeit mit externen Partner*innen wechselnde Ausstellungen realisiert werden.