Florentina Holzinger: Pfingstspiel
Performance Kunst Performance
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Satellitenveranstaltung zum österreichischen Beitrag der Biennale von Venedig 2026
Florentina Holzinger realisiert mit PFINGSTSPIEL eine neue, mehrstündige Performance, die als offizielle Satellitenveranstaltung zu ihrem österreichischen Beitrag bei der Biennale von Venedig 2026 konzipiert ist.
Die Produktion entsteht als Koproduktion der Nitsch Foundation in Kooperation mit dem nitsch museum und VERBUND und den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, More Spirit Please mit KÖR - Kunst im öffentlichen Raum Wien. Die Premiere findet am 23. Mai 2026 in Wien und Prinzendorf statt. Tickets sind ab 26. Februar 2026 über die Wiener Festwochen erhältlich.
Über PFINGSTSPIEL
PFINGSTSPIEL ist als außergewöhnliche Tagesperformance angelegt und entfaltet sich in zwei Teilen:
Ein Prolog im Wiener Eislaufverein entsteht als Oratorium für Körper und Maschinen. Im Anschluss führt eine gemeinsame Busfahrt nach Schloss Prinzendorf – jenem Ort, an dem Hermann Nitsch über Jahrzehnte sein Orgien Mysterien Theater entwickelte.
Die Performance knüpft an die Symbolik des Pfingstfestes und an die Idee von Kunst als gemeinschaftliches, körperliches Ereignis an. Mit Feuerwerk und Glocken, Musik und Motorrädern beschwören Holzinger und ihre Darsteller:innen die Erinnerung an einen Ort, der wie kaum ein anderer für radikale Performance steht.
Zwei Jahre nach ihrer international viel beachteten Opernperformance SANCTA – einer Koproduktion mit den Wiener Festwochen – setzt sich Holzinger erneut mit religiösen Bildwelten, Körperpolitiken und Fragen von Gemeinschaft auseinander. Pfingstspiel versteht sich als performative Beschwörung: eine Auseinandersetzung mit Transformation, Erinnerung und kollektiver Praxis.
„Für mich ist es sehr stimmig, eine Pfingst-Étude in Nitschs Prinzendorf zu machen. Schon in seinen Arbeiten hat sich die technologische Zivilisation immer wieder eingeschrieben: von Menschen gebaute Maschinen, die zugleich fast wie von selbst, beinahe ‚robotisch‘ ihre kriegerischen Abläufe vollziehen. An diesem Ort möchten wir die Erinnerungen aufrufen und die dort entstandenen Geschichten weiterdrehen und neu erzählen“, so Florentina Holzinger.
Für die Nitsch Foundation bedeutet das Projekt die bewusste Öffnung von Schloss Prinzendorf für führende Positionen der zeitgenössischen Performancekunst und die konsequente Fortschreibung des Werkgedankens von Hermann Nitsch. Seit seinem Tod arbeitet Rita Nitsch, unterstützt von ihrem Neffen Paul Breitenfelder, daran, sein Werk weiterzuführen und den historischen Ort als Raum künstlerischer Freiheit in der Gegenwart zu verankern. Ein zentraler Meilenstein war die posthume Aufführung der zweiten Fassung des 6-Tage-Spiels in Prinzendorf. Auch in den vergangenen Jahren wurden mehrere Performances anderer Künstlerinnen und Künstler als Hommage an Nitsch realisiert. In dieser Kontinuität wird in diesem Jahr die international gefeierte Performancekünstlerin Florentina Holzinger ihre Performance im Schloss präsentieren.