Einladungen zur Defensio

Zeitgenössische Kunst Theorie Präsentation
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9 Termine
Montag 15. Juni
Dienstag 16. Juni
16. Juni
Di
10:00
Präsentation bis 12:00
Sophie Lingg
Online
Mittwoch 17. Juni
Donnerstag 18. Juni
Freitag 19. Juni

Defensio von Cathérine Lehnerer
Mo 15.6.2026 10–12h

Das Institut für bildende Kunst der Akademie der bildenden Künste Wien lädt herzlich zur Defensio von Cathérine Lehnerers Dissertation “Philosophische Fragen zu neuen Gestaltungsmöglichkeiten der Partizipation in Bildungsprozessen” ein.

Mitglieder des Prüfungssenats sind: Univ. Prof. Dr. Carolin Bohlmann (Vorsitz), Univ.-Prof. Dr.Phil. Marina Grzinic Mauhler (1. Betreuer_in), Univ.-Prof. Dr. Sylvia Kesper-Biermann (externe_r Gutachter_in).

Die Defensio wird in deutscher Sprache und im Anatomiesaal der Akademie stattfinden.

Abstract
Die vorliegende Dissertation mit dem Titel “Philosophische Fragen zu neuen Gestaltungsmöglichkeiten der Partizipation in Bildungsprozessen” untersucht, wie der autobiografische Comic als kreatives Medium neue Wege der Partizipation in Bildungsprozessen eröffnen kann. Diese transdisziplinäre Arbeit verbindet theoretische Ansätze aus der kritischen Pädagogik, der queer-feministischen Theorie sowie der radikaldemokratischen Bildungsphilosophie, um innovative Formen des Lernens und Lehrens zu erproben. Im Mittelpunkt steht dabei die kritische Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen und Ausschlussmechanismen, die in traditionellen Bildungssystemen wirksam sind.

Ein weiterer Schwerpunkt der Dissertation liegt in der Analyse autobiografischer Comics, die sich mit Themen wie Ausschluss, Partizipation und Widerstand befassen. Diese Werke eröffnen neue Perspektiven auf Bildungsprozesse, indem sie persönliche Erlebnisse mit gesellschaftlichen Fragestellungen verknüpfen. Die Verbindung von Kunst und Bildung fördert dabei nicht nur die kritische Reflexion, sondern ermöglicht es den Lernenden, eigene Geschichten zu erzählen und sich als aktive Gestalter*innen ihres Bildungsweges zu begreifen.

Zu diesem Zweck wurde ein experimentelles Workshopformat entwickelt, das bestehende Hierarchien im Bildungsbereich hinterfragt und einen Raum für dialogisches Lernen schafft. Die Teilnehmenden werden dazu angeregt, ihre Bildungsprozesse aktiv mitzugestalten und dadurch ihre emanzipativen Fähigkeiten auszubauen.

Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass sowohl Lehrende als auch Lernende durch den bewussten Einsatz kreativer Medien wie des autobiografischen Comics einen wichtigen Beitrag zu einer demokratischen, partizipativen und inklusiven Bildungskultur leisten können. Diese Form der demokratischen Bildung ist essenziell für eine Gesellschaft, die auf Emanzipation, Teilhabe und Gleichberechtigung basiert.

Schlüsselwörter: Partizipation, Bildung, autobiografischer Comic, kritische Pädagogik, demokratische Bildung, Emanzipation, Ausschluss, Widerstand, dialogisches Lernen, radikaldemokratische Theorie

Kurz-Biographie
Cathérine Lehnerer verbindet als Lehrerin, Doktorandin und Comickünstlerin Theorie und Praxis in den Bereichen ästhetische Philosophie, Pädagogik und bildende Kunst. Nach ihrem Lehramtsstudium an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg/Erlangen blickt sie auf eine über zehnjährige Erfahrung im Lehrberuf zurück, in der sie partizipative Comicworkshops konzipiert und durchführt.

Seit 2017 betreibt sie ihr Doktoratsstudium der Philosophie an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ihre Dissertation erforscht die wechselseitigen Prozesse zwischen Philosophie, Pädagogik und Comickunst. Zusätzliche akademische Lehrerfahrung gewann sie 2021 durch das Lektorinnenprogramm an der Akademie. Als Comickünstlerin ist sie im Wiener Atelier Moos aktiv. Sie entwickelte zahlreiche partizipative Formate wie Sit and Listen (2020), Drawing Gender (2021) und Drawing Diaspora (2024).


Defensio von Franzis Kabisch
Mo 15.6.2026 11–13h

Das Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste Wien lädt herzlich zur Defensio von Franzis Kabischs Dissertation “Plot Twist Abortion — Bilder, Narrative und Diskurse zum Thema Abtreibung im deutschsprachigen Film und Fernsehen “ ein.

Mitglieder des Prüfungssenats sind: PhD. Dipl.-Des. Janine Jembere (Vorsitz), Prof. Dr. Ruth Sonderegger (1. Betreuer_in), Prof. Dr. Skadi Loist (2. Betreuer_in), Prof. Dr. Dagmar Brunow (externe_r Gutachter_in).

Die Defensio findet in deutscher Sprache in Raum M13a an der Akademie am Schillerplatz statt.

Abstract
Die Dissertation untersucht Darstellungen von Abtreibungen in Filmen und Fernsehserien aus Deutschland und Österreich von 1990 bis 2020. Mit einem Fokus auf macht- und repräsentationskritische Analysen werden nicht nur die Abtreibungen selbst, sondern auch die Entscheidungsfindungen vorher und die Konsequenzen nachher analysiert: Welche Konflikte werden erzählt und auf wessen Kosten? Auch die Figurenkonstruktionen und -konstellationen werden in den Blick genommen: Wessen Perspektiven werden priorisiert, wessen Worte bekommen Gewicht, wessen Gefühle stehen im Zentrum? Insgesamt werden besonders dominante Bilder, Narrative und Figurenstereotype, aber auch auffällige Lücken, Andeutungen und Abwesenheiten herausgearbeitet. Anhand eines Vergleichs zwischen den fiktionalen Darstellungen und gesellschaftlichen Diskursen fragt diese Dissertation darüber hinaus, welche Relevanz und welche Effekte die Sichtbarkeit bzw. Unsichtbarkeit von Abtreibung in Filmen und Serien hat. Mit Bezug auf feministisch positionierte Studien der Visuellen Kultur sowie Forschungen der Queer Studies wird dabei ein vereinfachtes Verständnis von Sichtbarkeit infrage gestellt, die Notwendigkeit von Unsichtbarkeit analysiert und der Wunsch nach realistischen oder positiven Bildern machtkritisch unter die Lupe genommen.

Kurz-Biographie
Franzis Kabisch lebt und arbeitet als Filmemacherin, künstlerische Forscherin und Autorin in Wien und Berlin. Sie forscht wissenschaftlich und künstlerisch zur Darstellung von Abtreibung, aktuell im Rahmen einer Promotion an der Akademie der bildenden Künste Wien. Für ihren Kurzfilm “getty abortions” (2023) wurde sie mehrfach ausgezeichnet auf Festivals wie DOK Leipzig, Vienna Shorts, Beirut Shorts, Bogoshorts or Queer Lisboa. Sie ist aktiv in diversen Pro-Choice-Gruppen und Teil der queer-feministischen Filmgruppe “Lust & Krise”. Neben ihrer künstlerischen Arbeit lehrt sie an Universitäten, gibt Workshops oder schreibt für das Missy Magazine. www.franziskabisch.net


Defensio von Alexandra Tatar
Mo 15.6.2026 14–16h

Das Institut für bildende Kunst der Akademie der bildenden Künste Wien lädt herzlich zur Defensio von Alexandra Tatars Dissertation “Das teleportierte Subjekt im postsozialistischen Rumänien – Neubewertung der Möglichkeit osteuropäischer Subjekte am Schnittpunkt von globaler Medien- und Regionalgeschichte: Das Beispiel der handgemachten Satellitenschüsseln” ein.

Mitglieder des Prüfungssenats sind: Univ. Prof. Dr. Phil. Ruth Sonderegger (Vorsitz), Univ.-Prof. Dr.Phil. Marina Grzinic Mauhler (1. Betreuer_in), Univ. Prof. MMag. Dr. Clemens Apprich (externe_r Gutachter_in, Universität für Angewandte Kunst Wien).

Die Defensio wird in englischer Sprache im Anatomiesaal der Akademie stattfinden.

Abstract
Die Dissertation untersucht das ehemalige osteuropäische Subjekt im Postsozialismus aus dem Blickwinkel der DIY-Satellitentechnokultur. Das Konzept Osteuropas wird aus der Perspektive der Dekolonialisierungstheorie betrachtet, die eine Kritik der Moderne bietet. Ich untersuche das sozialistische Erbe anhand der Technologie in Form einer Satellitenschüssel, deren Implikationen eine Neukalibrierung für das Verständnis des Subjekts ermöglichen.

Satellitenfernsehen als Sprössling des Space Race hat den telematischen globalen Raum eröffnet. Direkter Satellitenempfang wurde in Westeuropa in den 1980ern entwickelt und ermöglichte in den 1990ern, zeitgleich mit der Wende, die großflächige Einführung. Obwohl die Reichweite der Satelliten keine Grenzen kannte und den Empfang in ganz Osteuropa ermöglichte, verstärkte dies paradoxerweise die Kluft zwischen Ost und West. Forschungen zum grenzüberschreitenden Satellitenfernsehen während des Kalten Krieges bleiben begrenzt und befassen sich selten mit der Medieninfrastruktur. Basierend auf Archivquellen, Elektronikmagazinen und Oral History, rekonstruiert die Arbeit die materielle Evidenz handgefertigter Satelliteninstallationen. Verankert in interdisziplinären Ansätzen wie postsozialistische und kritische Infrastruktur, analysiere ich die Reibung zwischen dem DIY-Medienphänomen und dem Technokapitalismus und untersuche dessen Auswirkungen auf die Konstruktion von Subjektivität im Postsozialismus.

Kurz-Biographie
Alexandra Tatar ist eine Forscherin und bildende Künstlerin, die in Wien ansässig ist. Ihre Doktorarbeit an der Akademie der bildenden Künste Wien, die von Univ.-Prof. Dr. Phil Marina Gržinić betreut wird, befasst sich mit der Bildung postsozialistischer Subjektivitäten und konzentriert sich auf Graswurzelbewegungen in der Technologie während des Sozialismus. Tatars Forschung über Subjektivität und über Systeme und Interdependenzen, die den Raum “Mittel- und Osteuropa” historisch geprägt haben, baut auf früheren Arbeiten auf, in denen sie sich mit dem Einfluss der visuellen Kultur auf die Identitätskonstruktion beschäftigt hat. Ihre Arbeit wurde u.a. im MNAC National Museum of Contemporary Art Bukarest (RO), FLUCA - Austrian Cultural Pavilion Plovdiv (BG), VBKÖ (AT) und bei der Vienna Art Week ausgestellt und ihre Videoarbeit wurde auf internationalen Filmfestivals gezeigt.


Defensio von Sophie Lingg
Di 16.6.2026 10–12h

Das Institut für das künstlerische Lehramt der Akademie der bildenden Künste Wien lädt herzlich zur Defensio von Sophie Linggs Dissertation “Shitstorms, Selbstausbeutung, Shadowbans. Social Media als Arbeitsplatz queer-feministischer Künstler*innen” ein.

Mitglieder des Prüfungssenats sind: Univ.-Prof. Dr. Carolin Bohlmann (Vorsitz), Univ.-Prof. Mag. PhD. Elke Krasny (1. Betreuer_in), Univ.-Prof. Dr. Jan G. Grünwald (externe_r Gutachter_in).

Die Defensio findet in deutscher Sprache online über Zoom statt. Zoom-Link: https://akbild-ac-at.zoom.us/j/3837117023

Abstract
Das Dissertationsprojekt Shitstorms, Selbstausbeutung, Shadowbans. Social Media als Arbeitsplatz queer-feministischer Künstler*innen” setzt sich mit den Arbeitsverhältnissen von queer-feministischen Künstler*innen auf Social Media auseinander. Basierend auf Interviews mit den Künstler*innen Anahita Neghabat, Julischka Stengele, Natalie Assmann, Sophia Süßmilch, Stefanie Sargnagel sowie Alina Lupu zum künstlerischen Arbeiten auf Social Media, erfasst die Dissertation alltäglich vorkommende Formen von Diskriminierung und genderbasierter Gewalt und ordnet diese nicht nur als individuell erfahrene, sondern auch als strukturelle und folglich epistemische Formen von Gewalt in die zeitgenössische kunsttheoretische, kuratorische und kunstvermittelnde Diskussion ein. Wie dieses Dissertationsprojekt anhand von vier in englischer und deutscher Sprache verfassten Artikeln zeigt, tritt genderbasierte Gewalt und Belästigung, ausgeübt durch Individuen, Gruppen und ebenfalls in Form von automatisierter Diskriminierung durch die Plattformen und deren Algorithmen, so auch als Shitstorms und Shadowbans auf. Die Dissertation verfolgt das Ziel, Sichtbarmachung und Analyse der Diskriminierung und Gewalt, die queer-feministische Künstler*innen erfahren, durch Social-Media-Theorie, Medientheorie, Feministische Theorie zu Öffentlichkeit, Gewalt und Sorge einzuordnen – und dabei beim Transfer der Interviews in die Forschung und Vermittlung so wenig wie möglich Gewalt zu reproduzieren –, sowie Social Media als problembehafteten künstlerischen Arbeitsplatz verständlich zu machen, den es als solchen zu thematisieren gilt.

Kurz-Biographie
Die Forschung von Sophie Lingg (sie/ihr) beschäftigt sich mit Digitalität und Social Media als Raum für künstlerisches Arbeiten und Kunstvermittlung. Seit 2019 ist sie am Fachbereich Kunst und Pädagogik der Akademie der bildenden Künste Wien tätig. Sie ist Mitherausgeberin des Buches “Radicalizing Care: Feminist and Queer Activism in Curating” (London: Sternberg Press, 2021) sowie von “Feminist Infrastructural Critique. Life-Affirming Practices Against Capital” (FKW Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur Nr. 74, 2024). Sophie war Teil des Erasmus+-Forschungsprojekts “Digital Didactics in Art Education” (didae.eu).


Defensio von Hannah Katalin Grimmer
Mi 17.6.2026 14–16h

Das Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der bildenden Künste Wien lädt herzlich zur Defensio von Hannah Katalin Grimmers Dissertation “El arte del porvenir. Die Kunst kommender Welten.
Künstlerischer Aktivismus und widerständige Erinnerung in Chile” ein.

Mitglieder des Prüfungssenats sind: Prof.in Dr.in Ruth Sonderegger (Vorsitz), PD Dr. phil. habil. Jens Kastner (1. Betreuer_in), Prof.in Dr.in Dr.in h.c. Astrid Erll (2. Betreuer_in, Goethe-Universität, Frankfurt am Main), Prof.in Dr.in Ann Rigney (externe_r Gutachter_in).

Die Defensio findet in deutscher Sprache in Raum M20 an der Akademie am Schillerplatz statt.

Abstract
In dieser Dissertation wird die Verflechtung von Kunst, Aktivismus und Erinnerung in Chile zwischen 1964 und 2023 untersucht. Dabei werden Diktatur und Postdiktatur nicht als abgeschlossene Perioden gefasst, sondern anhand historischer Kontinuitäten betrachtet, die auf die fortwährende Präsenz der Vergangenheit in der Gegenwart hindeuten. Im Dialog zwischen den anglo-europäischen Memory Studies und den lateinamerikanischen Estudios sobre memoria wird das Analysekonzept der “remediatisierten Vergegenwärtigung entwickelt. Es beschreibt, wie künstlerische Praktiken Motive und Symbole in transtemporalen Prozessen mittels verschiedener Medien reaktivieren und neu kontextualisieren. Anhand der aus sozialen Bewegungen stammenden Leitmotiven No+ [Nicht mehr], Somos+ [Wir sind mehr] und Dignidad [Würde] werden Murales, Stencils, Paste-ups, Fotografien, Malerei und Performances analysiert. Die Dissertation zeichnet nach, wie Künstlerinnen als Erinnerungsakteurinnen agieren und die von der Diktatur etablierte und fortwirkende Kontrolle der Wahrnehmung unterbrechen. Dabei zeigt die Arbeit, dass künstlerische Interventionen ein porvenir, also eine kommende Welt, entwerfen. An der Schnittstelle von Kunsttheorie, Kulturwissenschaft und Erinnerungsforschung leistet sie einen Beitrag zum Verständnis visueller Kultur als widerständiger Form der Erinnerungsarbeit.

Kurz-Biographie
Hannah Katalin Grimmer ist freie Kuratorin und Doktorandin der Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien und der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie studierte Kulturwissenschaften und Romanische Studien (B.A.) an der Universität Leipzig sowie Curatorial Studies (M.A.) an der Goethe-Universität und der Städelschule Frankfurt am Main. Ihre Forschung zu zeitgenössischer Kunst aus Lateinamerika verbindet Memory Studies und dekoloniale Ansätze, insbesondere in Chile und Argentinien.

Beruflich war Hannah K. Grimmer im kuratorischen Team des Gropius Bau in Berlin tätig und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin am documenta-Institut der Universität Kassel. Ihre kuratorische Praxis umfasst Ausstellungen und Projekte unter anderem in Berlin, Frankfurt, Paris und Santiago de Chile, darunter die dreiteilige Ausstellungsreihe “Memorias, símbolos y resistencias” [Erinnerungen, Symbole und Widerstände] (2023–2024).

Darüber hinaus publiziert sie in Zeitschriften, Sammelbänden und Ausstellungskatalogen. Sie ist Übersetzerin und Mitherausgeberin der Neuauflage von Operación Silencio. Chile después de Salvador Allende (Editorial USACH, 2023) [Operación Silencio. Chile nach Salvador Allende, 1974]. Im Rahmen verschiedener Stipendien unternahm sie längere Forschungsaufenthalte in Santiago de Chile und Buenos Aires und kooperierte dabei mit der Universidad de Chile, der Universidad de Santiago de Chile (USACH), der Pontificia Universidad Católica de Chile sowie der Universidad de Buenos Aires. Sie arbeitet in deutscher, spanischer und englischer Sprache.


Defensio von Johannes Tichy
Do 18.6.2026 11–13h

Das Institut für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst der Akademie der bildenden Künste Wien lädt herzlich zur Defensio von Johannes Tichys Dissertation “Rosa Biofilme halophiler und halotoleranter Mikroorganismen an den Oberflächen von Kulturbauwerken: Erforschung der mikrobiellen Ökologie, Struktur und Funktion, durch den Einsatz von DNA- und RNA Sequenzierung” ein.

Mitglieder des Prüfungssenats sind: Dipl. Ing. Dr.techn. Dubravka Jembrih Simbürger (Vorsitz), Univ. Prof. Dipl. Biol. Dr. Katja Sterflinger (1. Betreuer_in), Dr. Domenico Pangallo, DrSc. (externe_r Gutachter_in).

Die Defensio findet in englischer Sprache am INTK in der Kelsenstraße 2, 1030 Wien, EG, Raum 0.10, Seminarraum 2 statt.

Abstract
Die Bewahrung von Menschen geschaffenen Kulturbauwerken, die durch den voranschreitenden Klimawandel zunehmend als gefährdet gelten, erweist sich als immer größere Herausforderung für den aktiven Kunst- und Kulturgüterschutz im 21. Jahrhundert. Physikalisch-chemische Alterungsprozesse setzen dem erbauten Kulturerbe und Denkmälern zu, in Kombination mit den Auswirkungen klimatischer Veränderungsprozesse. In diesem Zusammenhang stehende Schlüsselfaktoren, welche den weiteren Verfall und die Zersetzung durch Salzverwitterung begünstigen können, sind sich wiederholende und häufende Zyklen von Lösungs Kristallisationsvorgängen, welche maßgeblich an der Oberflächenzerstörung mitbeteiligt sind. Salze stellen für Kulturbauwerke und deren Bausubstanz eine immerwährende Gefahr durch evidente Schädigungsmechanismen dar, wie z.B durch mechanische als auch chemische Zerfalls- und Zersetzungsprozesse. Im Umkehrschluss erweisen sich Salzschäden nicht ausschließlich nachteilig auf die Verwitterung der Bausubstanz per se, sondern sind auch mit-verantwortlich für die Ausbildung einer ökologischen Nische, welche durch halotolerante und halophile (Micro-)Organismen besiedelt werden kann. Neben der Ansiedlung an den Oberflächen der betroffenen Bauwerke in Form von Biofilmen kann es zur Ausbildung von rosa Verfärbungen kommen, welche das Erscheinungsbild grundsätzlich beinträchtigen kann. Als mögliche Forschungsobjekte für die Untersuchung der mikrobiellen Ökologie an salz-belasteten Oberflächen wurden 2 repräsentative Bauwerke ausgewählt, nämlich die Virgilkapelle am Wiener Stephansplatz als auch das Kartäuser Kloster in Mauerbach (Niederösterreich). Weiters wurden an diesen Bauwerken neuartige Entsalzungssysteme erprobt. Durch den vorangegangenen Einsatz physikalisch-chemischer Analysemethoden war es möglich sowohl die vorhandenen Schadsalzen zu identifizieren als auch in ihrer Menge zu quantifizieren. Zusätzliches galt für die Identifikation des für die rosa Verfärbung verantwortlichen Pigmentes. Zur Aufklärung der Struktur der mikrobiellen Gemeinschaft innerhalb des ausgebildeten Biofilms wurden DNA-gestützte Analysemethoden eingesetzt, basierend auf der Sequenzier-Technologie der dritten Generation. Für die Aufklärung der mikrobiellen Aktivität ausgelöst vorrangig durch Archaeen und Bakterien wurden RNA-basierte Sequenzier-Techniken eingesetzt. Zur Behandlung der salz geschädigten Oberflächen wurde abschließend eine Oberflächenentsalzungsmaßnahme durchgeführt mittels angebrachter Kompressen bestehend aus tonhaltigen Substraten über den Zeitraum von einem Jahr. Die Salzanalysen belegten grundlegende Unterschiede, nämlich dass die Virgilkapelle durch chlorid haltige- bzw. das Kloster Mauerbach durch sulphat-haltige Salze geschädigt wurde. Spektroskopische Analysen brachten zum Vorschein, dass jenes für die rosa Verfärbung verantwortliche Pigment zur Klasse der Carotinoid-Derivate gehört. Die Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaft zeigte starke Abhängigkeitsmerkmale in Bezug auf die vorhandenen Anionen der jeweiligen Salze (Chlorid vs. Sulphat). Die Aufklärung der aktiven Stoffwechselwege der jeweiligen Bakterien und Archaeen gelang durch den Einsatz aufwendiger RNA-Extraktion bzw. Analytik, und brachte zum Vorschein ein reichhaltiges Repertoire, welches diese besitzen, um in einem Lebensraum überleben zu können, der durch erhebliche Mengen vorhandener Salze belastet ist. Auch das spektroskopisch identifizierte 9 Farbpigment ließ sich partiell auf biologischer Ebene verifizieren, jedoch unter Weiterfassung der jeweiligen Pigmentklasse, zugehörig den Carotenoiden. Abschließend zeigten die Ergebnisse der entwickelten Entsalzungsstrategie inklusive einjährigen mikrobiellen Monitorings, dass die mikrobielle Gemeinschaft mitunter sehr empfindlich auf sich ändernde Salzarten und deren Menge reagiert hatte. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines kombinierten Ansatzes, der sowohl biologische als auch salzbezogene Analysen während des Entsalzungsprozesses umfasst, im Zuge restauratorischer Maßnahmen.

Kurz-Biographie
Food Science and Biotechnology, Bachelor, University of Natural Resources and Life Sciences/VIENNA, 2013-2016
Biotechnology, Master, University of Natural Resources and Life Sciences/VIENNA, diploma-engineer, 2017-2020
Material sciences, Doctoral study, Academy of Fine Arts Vienna, 2021-


Defensio von Henrie Dennis
Do 18.6.2026 13–15h

Das Institut für bildende Kunst der Akademie der bildenden Künste Wien lädt herzlich zur Defensio von Henrie Dennis’ Dissertation “Geschlechtsspezifische Sprachdiskurse in Grenzpolitiken. Eine Untersuchung der Rolle von Weißsein und ihrer Auswirkungen auf die globale Migration” ein.

Mitglieder des Prüfungssenats sind: Univ. Prof. Dr. Sabeth Buchmann (Vorsitz), Univ.-Prof. Dr.Phil. Marina Grzinic Mauhler (1. Betreuer_in), Univ. Prof. Dorit Geva, PhD (externe_r Gutachter_in).

Die Defensio wird in englischer Sprache im Raum M20 der Akademie stattfinden.

Abstract
Die vorliegende Doktorarbeit untersucht kritisch, wie europäische Grenz- und Asylpolitiken in Österreich rassifizierte und geschlechtsspezifische Sprache nutzen, um ein Regime des Weißseins zu reproduzieren und aufrechtzuerhalten. Durch die Analyse der sprachlichen und bürokratischen Mechanismen, die in diesen Politiken verankert sind, zeigt die Arbeit, wie das Asylsystem unter dem Vorwand der Neutralität koloniale Hierarchien neu schreibt und nicht-weiße, nicht-heteronormative Körper als Objekte von Misstrauen und Kontrolle konstruiert.

Die Forschung unterscheidet zwischen Politiken als juristischen Instrumenten und Politik als Feld von Verhandlung und Macht. Sie nutzt die kritische Diskursanalyse, um die epistemische und materielle Gewalt im staatlichen Sprachgebrauch zu untersuchen. Es wird argumentiert, dass die bürokratische Forderung nach Kohärenz zwischen Identität, Narrativ und Nachweis queere afrikanische Migrant:innen dazu zwingt, ihr komplexes Selbst in für westliche Epistemologien verständliche Kategorien zu übersetzen. Diese erzwungene Selbst-Performance wird zu einem Ort epistemischer Gewalt, der Individuen dazu zwingt, die sprachlichen und ontologischen Rahmen des Weißseins zu übernehmen, um Anerkennung und Schutz zu erhalten.

Methodisch stützt sich die Dissertation auf mündliche Lebensgeschichten queerer afrikanischer Migrant:innen als Formen epistemischen Widerstands. Die mündliche Zeug:innenschaft wird nicht als ergänzende Datenquelle betrachtet, sondern als dekoloniale Epistemologie – eine Form der Wissensproduktion, die das eurozentrische Archiv herausfordert, indem sie Affekt, Erinnerung und verkörperte Erfahrung privilegiert. Anhand von neun intensiven Gesprächen und einem autoethnografischen Beitrag zeigt die Forschung, wie staatlich sanktionierte Verfahren zur Identifikation und Überprüfung neue Regime von Trauma und Ausschluss erzeugen, gleichzeitig aber Akte von Resilienz, Widerstand und Welterschaffung inspirieren.

Die theoretische Grundlage stützt sich auf Michel Foucaults Biopolitik, Frantz Fanons psychoanalytische Kritik der Kolonialität, Paul Gilroys Konzept des Black Atlantic, bell hooks feministische Analyse von Weißsein, Sara Ahmeds Phänomenologie von Institutionen, Gloria Anzaldúas Konzept der Grenzregionen und Achille Mbembes Theorie der Nekropolitik. Diese Ansätze zeigen gemeinsam die europäische Grenze als räumlichen und epistemischen Apparat, als Ort, an dem Prozesse der Rassifizierung sowie Geschlecht und Sexualität reguliert werden, um Weißsein als souveräne Ordnung zu bewahren.

Letztlich schlägt diese transdisziplinäre Dissertation eine philosophische Neuvorstellung der Grenze durch die Linse radikaler Inklusivität vor. Sie artikuliert den schwarzen Körper nicht nur als Objekt der Politik, sondern auch als Methode und Subjekt des Denkens, die alternativen Grammatiken des Seins, der Zugehörigkeit und des Wissens eröffnen. Durch die Auflösung der diskursiven Macht des Weißseins in Migrationsregimen fordert diese Forschung eine Ethik dekolonialer Grenzpolitik, die auf Anerkennung, Gerechtigkeit und Relationalität basiert.

Schlüsselwörter: Weißsein, Asylpolitik, queere afrikanische Migrant:innen, Österreich, dekoloniale Epistemologie, Oral History, kritische Diskursanalyse, epistemische Gewalt, Grenzregime

Kurz-Biographie
Henrie Dennis ist eine in Nigeria geborene Menschenrechtsaktivistin, Kuratorin, Forscherin und Kulturvermittlerin. Sie arbeitet an den Schnittstellen von Kunst, kritischer Forschung und zivilgesellschaftlichem Engagement. Ihre Arbeit setzt sich mit Queerness, Migration, Grenzpolitiken, Umverteilung von Ressourcen, Geschlecht, Antirassismus und Dekolonisierung auseinander und untersucht die Strukturen, die Zugehörigkeit, Ausschluss und soziale Gerechtigkeit prägen.

Im Juni 2023 schloss sie ihr Studium an der Klasse von Univ. Prof. Dr. Marina Gržinić für Post Conceptual Art (IBK) mit Auszeichnung ab. Derzeit forscht sie zu Migration, Queerness, Race und Grenzpolitiken und untersucht, wie staatliche Institutionen Ausschluss hervorbringen und Mobilität, Anerkennung sowie den Zugang zu Rechten prägen.

Sie ist Gründerin von Afro Rainbow Austria, Co Vorsitzende von Planet10, gewählte europäische Vertreterin im ILGA World Women’s Committee sowie Kuratorin der afrikanischen Sammlungen am Weltmuseum Wien.

Durch Forschung, kuratorische Praxis und Advocacy hinterfragt sie dominante Wissensordnungen.


Defensio von Miguel González Cabezas
Do 18.6.2026 16–18h

Das Institut für bildende Kunst der Akademie der bildenden Künste Wien lädt herzlich zur Defensio von Miguel González Cabezas’ Dissertation “Vielfältigkeit in der Singularität. Ambivalenz und Demokratie in der gegenwärtigen globalen kapitalistischen Welt” ein.

Mitglieder des Prüfungssenats sind: Univ.-Prof. Dr. Carolin Bohlmann (Vorsitz), Univ.-Prof. Dr.Phil. Marina Grzinic Mauhler (1. Betreuer_in), Prof. Dr. Birgit Sauer (externe_r Gutachter_in).

Die Defensio wird in englischer Sprache im Raum M20 der Akademie stattfinden.

Abstract
Diese Studie untersucht die historische und zeitgenössische Ko-Konstitution von Nationalstaaten, Rassifizierung und Kapitalismus und analysiert, wie sich diese Strukturen gemeinsam entwickelt haben und gegenseitig beeinflussen. Die Untersuchung gliedert sich in zwei Hauptteile: Der erste Teil verfolgt die historische Entstehung von rassischen Unterschieden und Kolonialismus als Grundlage für die globale Entwicklung des Kapitalismus und stützt sich dabei maßgeblich auf die Tradition des schwarzen Marxismus und die nekropolitische Theorie. Sie betont die Rasse als strukturelle Komponente des Kapitalismus, insbesondere durch Zwangsarbeit, rassifizierte Überschussbevölkerungen und die kontinuierliche Reproduktion rassistischer Hierarchien. Der zweite Teil untersucht, wie diese Dynamiken unter dem Neoliberalismus fortbestehen und sich anpassen. Er untersucht die Transformation des Staates zu einem sogenannten „Anti-Staats Staat“ – einer Formation, die Sozialleistungen minimiert und gleichzeitig repressive und sicherheitspolitische Mechanismen stärkt. Dieser Wandel erleichtert die globale kapitalistische Ausbeutung und verstärkt nationalistisch-rassistische Staatslogiken, die sowohl im europäischen als auch im globalen Süden besonders deutlich sichtbar sind. Migration wird als zentraler Ort dieser Spannungen behandelt, wobei Migranten sowohl als unverzichtbar für die kapitalistische Akkumulation angesehen werden als auch Ausgrenzung und Gewalt ausgesetzt sind. Die Studie schließt mit dem Vorschlag, den Zusammenhang zwischen Rasse, Staat und Kapital als zentral für das Verständnis zeitgenössischer politischer Ordnungen zu betrachten.

Schlüsselbegriffe: Nationalstaat, schwarzen Marxismus, „Anti-Staats Staat “, globaler Kapitalismus, kapitalistische Akkumulation

Kurz-Biographie
Miguel González Cabezas (1992, Alcalá de Henares, Spanien) ist Künstler und Forscher. Er schloss 2018 sein Masterstudium in Critical Studies an der Akademie der bildenden Künste Wien ab. Zuvor absolvierte er ein Bachelorstudium der Bildenden Kunst an der Universität Salamanca, das er mit Auszeichnung abschloss. Er nahm an internationalen Konferenzen und Ausstellungen teil.

Darüber hinaus wirkte er an den Publikationen Border Thinking. Disassembling Histories of Racialized Violence (hrsg. von Marina Gržinić, Sternberg Press, 2018) sowie Intersections of Conviviality: Voices from Communities (hrsg. von Marina Gržinić u. a., Cambridge Scholars Publishing, 2025) mit.

In seiner Arbeit untersucht er die widersprüchlichen Dynamiken des globalen Neoliberalismus, rassialisierte Einschließungsmechanismen als Formen materieller und ideologischer Ausgrenzung sowie die Idee des Anti-Staates als staatliche Form der Umsetzung des neoliberalen Projekts.

Weitere Informationen: miguelgonzalezcabezas.com


Defensio von Teodora Raicu
Fr 19.6.2026 14–16h

Das Institut für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst der Akademie der bildenden Künste Wien lädt herzlich zur Defensio von Teodora Raicus Dissertation “Identification, Stability, and Aging Phenomena of Synthetic Organic Colorants used in Modern Inks and p-PVC” ein.

Mitglieder des Prüfungssenats sind: Univ.-Prof. Dr. Carolin Bohlmann (Vorsitz), Univ. Prof. Dipl. Biol. Dr. Katja Sterflinger (1. Betreuer_in), o.Prof. Dr. Sc. Vladan Desnica (externe_r Gutachter_in).

Die Defensio findet in englischer Sprache und hybrid statt, nämlich am INTK in der Kelsenstrasse 2, 1030 Wien, EG, Raum 0.10, Seminarraum 2 und via Zoom. Zoom-Link: https://akbild-ac-at.zoom.us/j/62234204160

Abstract
Synthetische organische Farbmittel spielen eine wichtige Rolle in modernen und zeitgenössischen Kunstwerken, sind jedoch analytisch schwer zu erfassen: Sie kommen in geringen Mengen vor, als Gemische mehrerer Pigmente und/oder Farbstoffe. Aufgrund der Einzigartigkeit und des hohen künstlerischen Wertes dürfen oft keine bzw. nur kleinste Proben entnommen werden. In dieser Dissertation wurde ein analytischer Ansatz zur Charakterisierung der synthetischen organischen Farbmitteln in modernen Tinten — Kugelschreiber-, Filz/Faserschreiber- und Acryl- entwickelt, der mit geringsten Probenmengen auskommt. Dafür wurden MeV-SIMS, µ-Raman-Spektroskopie, Microfading Testing (MFT) verwendet. Zur Charakterisierung vom gefärbten, weichmacherhaltigen Polyvinylchlorid (p-PVC) kamen vorwiegend Pyrolyse-Gaschromatographie / Massenspektrometrie (Py-GC/MS) und µ-Raman-Spektroskopie zum Einsatz.

Untersucht wurden Schreibstoffe/Farbmittel von den Werken der österreichischen Schriftsteller_innen wie z.B. Friederike Mayröcker (1924–2021), des österreichischen Karikaturisten Erich Sokol (1933–2003) und der österreichisch-amerikanischen Pop-Art-Künstlerin Kiki Kogelnik (1935–1997). Dabei konnten Farbmittelgemische identifiziert, ihre Lichtstabilität bewertet sowie im gefärbten PVC komplexe Kunststoffzusammensetzung charakterisiert werden — alles anhand kleinster Proben. Die Ergebnisse zeigen, dass durch die gezielte Kombination geeigneter Analysemethoden verlässliche Aussagen über Farbmittel in modernen Kunstwerken getroffen werden können.

Kurz-Biographie
Teodora Raicu schloss ihr Bachelorstudium in Konservierung und Restaurierung an der Lucian Blaga Universität Sibiu, Rumänien (2017–2020) ab und vertiefte ihre Ausbildung mit einem Masterstudium in Naturwissenschaften und Technologie für das kulturelle Erbe an der Ca’ Foscari Universität Venedig (Abschluss 2022), Italien. Ihrer Leidenschaft für die naturwissenschaftliche Erforschung von Künstlermaterialien folgend, trat sie 2023 dem Institut für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst (INTK) an der Akademie der bildenden Künste Wien bei, wo sie im Rahmen der Universitätsassistentin (Prae-doc) Stelle ihr Doktoratsstudium aufnahm. Ihre Dissertation widmet sich der chemischen Charakterisierung und Photodegradation synthetischer organischer Farbmittel in modernen Tinten und Kunststoffen mithilfe massenspektrometrischer (MeV SIMS, Py-GC/MS) und spektroskopischer Methoden (µ-Raman, FTIR). Das übergeordnete Ziel ihrer Forschungsarbeit ist die Unterstützung der langfristigen Konservierung moderner und zeitgenössischer Kunstwerke.

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