Carolina Cappelli: B-Movies
Darstellende Kunst Film Tanz Performance
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Carolina Cappelli bittet zur Erstpräsentation von B-MOVIES, einem Filmprojekt in Entwicklung, in dem es um weibliche Nebenfiguren und ihre (Neben-)Rolle auf der Leinwand geht. Ausgehend von einigen Schlüsselszenen führt die Künstlerin durch die Entstehung des Films und reflektiert dabei die Ontologie des Mediums sowie die Funktion von Geschlechterrollen innerhalb desGenres. Und dann nimmt der Film eine unerwartete Wendung…
An welche weibliche Nebenfigur aus einem Film erinnern wir uns? War sie eine Sekretärin, eine Freundin, eine Lehrerin? Vielleicht war sie auch eine Mutter, eine Tochter? Hatte sie Text? Und wie klang ihre Stimme – falls sie überhaupt eine hatte? Die italienische Performancekünstlerin und Filmemacherin Carolina Cappelli lädt das Publikum ein, gedanklich einen Moment bei den oft nur kurz zu sehenden, scheinbar unbedeutenden und nahezu unsichtbaren Nebenrollenfiguren zu verweilen und darüber zu reflektieren, wie sie die Architektur des Kinos und den Blick der Kamera prägen und von ihr geprägt werden. Anlässlich des Film-Pitch wird die Künstlerin ihr eigenes Filmprojekt erstmals öffentlich vorstellen und die Namen einiger berühmter Darstellerinnen bekanntgeben. Dabei spielt Carolina Cappelli, die für ihren trockenen Humor bekannt ist, mit Elementen unterschiedlicher Filmgenres. Ein Film mit unerwartetem Ausgang. Okay, B-MOVIES klingt jetzt vielleicht wie ein Projekt der US-Künstlerin Cindy Sherman, doch das ist keineswegs der Fall!
Carolina Cappelli ist eine italienische Performancekünstlerin, Filmemacherin und Kunstturn-Coach, die in Wien lebt. Sie studierte Film, audiovisuelle Medien, experimentelles Theater und darstellende Kunst an der Accademia di Belle Arti (Bologna), an der IUAV (Venedig) und am Mattatoio (Rom). Sie befasst sich mit der Hybridisierung von Schreiben, performativen und filmischen Praktiken und schafft so Werke, die den Kontext ihrer Entstehung hinterfragen. Carolina Cappelli arbeitete bereits mit Künstler*innen wie Markus Öhrn, Francesca Grilli, Bruce Nauman, Roberto Fassone und Alex Franz Zehetbauer zusammen. Sie ist Gewinnerin des Italian Council 2024 und des Wiener Preises für darstellende Kunst, der vom italienischen Kulturministerium und vom Italienischen Kulturinstitut Wien verliehen wird. 2025 nahm sie am PARASOL-Programm des Tanzquartier Wien teil.