Eine Performance zu Alexander Popp, Rektor der Akademie von 1941–1945
Medienkünstler Jan Machacek beschäftigt sich in dieser Performance – einer raumgreifenden audio-visuellen Montage aus historischer Forschung, familiärer Erzählung und literarischer Annäherung – mit seinem Urgroßvater, dem Architekten Alexander Popp. Dieser realisierte in den 1930er-Jahren mit Peter Behrens die Linzer Tabakfabrik, ein Bau, der viel Aufmerksamkeit erregte. Doch erst 1938, mit dem „Anschluss“, trat Popp, der ein frühes illegales Mitglied der NSDAP war, von der zweiten Reihe ins Rampenlicht. Er wurde Rektor der Akademie der bildenden Künste und erhielt zahlreiche Aufträge für den Bau von Rüstungsbetrieben.
80 Jahre später begibt sich Machacek auf die Suche nach den Leerstellen im Familiengedächtnis. Sie betreffen ihn selbst. Er hat an der Akademie studiert, ohne etwas über das Wirken seines Urgroßvaters an diesem Haus zu wissen.
Publikumsgespräch mit den beteiligten Künstler_innen