Hanna Hollmann: Zu Haus

Bildende Kunst Ausstellung
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2 Termine
Freitag 20. März
20. März
Fr
18:30
Eröffnung
Hanna Hollmann: Zu Haus
Samstag 21. März - Freitag 3. April
Sa 21. März -
Fr , 3. April
Ausstellung
Hanna Hollmann: Zu Haus

Hanna Hollmann (*1980 in Eisenstadt) lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte an der UdK in Berlin, an der Wimbledon School of Art in London sowie an der Universität für Angewandte Kunst in Wien Bühnenbild bei Bernhard Kleber und Malerei bei Christian Ludwig Attersee. Sie war Artist in Residenz in Sri Lanka, Indien, Colombo und Leipzig. Sie zeichnet für zahlreiche Publikationen verantwortlich und heimste für ihr Schaffen als Bildende Künstlerin und Bühnenbildnerin mehrere Auszeichnungen und Förderpreise ein. Mit Einzel- und Gruppenausstellungen in Wien, Berlin, Leipzig und Gmünd sowie durch ihre Zusammenarbeit mit Christoph Schlingensief und Elfriede Jelinek am Burgtheater Wien, als Kostümassistin zu “Saint Francoise d Ssisse“ von Olivier Messiaen an der Bayerischen Staatsoper München, als Assistentin an der Oper Zürich und als mehrmalige Mitarbeiterin des O.M. Theaters von Hermann Nitsch, hat sich Hanna Hollmann einen hervorragenden Namen als Künstlerin erarbeitet.

Spur, Linie und Herkunft

Zu den Arbeiten von Hanna Hollmann

Die Ausstellung „Zu Haus“ vereint Arbeiten von Hanna Hollmann mit Werken ihres Vaters Herbert Hollmann. Der Titel verweist dabei nicht nur auf einen biografischen Ort, sondern auf einen künstlerischen Zusammenhang: ein Umfeld, in dem Formen, Objekte und Denkweisen weitergegeben, verändert und neu interpretiert werden.

Ausgangspunkt vieler Arbeiten Hollmanns sind gefundene oder alltägliche Gegenstände. Diese dienen jedoch weniger als Motive im klassischen Sinne, sondern als Anlässe für einen zeichnerischen Prozess. Linien umkreisen Formen, untersuchen Details, lösen einzelne Elemente aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang. Das Objekt wird dadurch zugleich sichtbar gemacht und aufgelöst. In dieser Bewegung – hin zum Objekt und gleichzeitig weg von ihm – entfaltet sich die eigentliche Dynamik der Arbeit.

Zentral ist dabei die Linie. Sie fungiert nicht als Mittel der klaren Kontur, sondern als Instrument der Untersuchung. Hollmanns Striche wirken tastend und suchend; sie überlagern sich, werden erweitert, korrigiert oder teilweise ausgelöscht. Auf der Bildfläche entsteht so eine Struktur aus Spuren, in der verschiedene Momente des Entstehungsprozesses gleichzeitig präsent bleiben. Die Zeichnung erscheint weniger als abgeschlossenes Bild denn als Verdichtung mehrerer zeitlicher Schichten.

Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Serie. Wichtig ist nicht das einzelne, perfekte Blatt, sondern die Vielzahl möglicher Varianten. Durch Wiederholung und Variation nähert sich die Künstlerin ihren Motiven schrittweise an. Zeichnen wird damit zu einer Form des Denkens – zu einer Methode, Wahrnehmung zu präzisieren und zugleich offen zu halten.

Die in der Ausstellung präsentierten Objektkästen von Herbert Hollmann bilden dazu einen stillen Gegenpol. Sie versammeln Dinge, ordnen sie und machen sie als Elemente eines künstlerischen Systems sichtbar. In den Arbeiten der Tochter lösen sich einzelne Linien und Formen gleichsam aus dieser Ordnung heraus. Die Zeichnungen können so als Weiterführung, aber auch als Transformation eines künstlerischen Umfelds gelesen werden, in dem die Künstlerin aufgewachsen ist.

In dieser Verbindung von Objekt, Spur und Erinnerung entsteht ein offener Bildraum. Die Arbeiten erzählen keine eindeutigen Geschichten, sondern eröffnen Möglichkeiten des Sehens. Sie machen sichtbar, dass Wahrnehmung selbst ein Prozess ist – ein tastendes Annähern, in dem Formen, Erfahrungen und Erinnerungen immer wieder neu miteinander in Beziehung treten.

Hanna Hollmann in Kooperation mit fAN

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