Wir produzieren – Ihr stellt aus!
Kunst Öffentlichkeit Zivilgesellschaft Kundgebung
Verbindung zu esel.at
Kommt alle und bringt bitte mit: ein Hemd zur Aktion “Letztes Hemd” und eine Schere.
Kommt zahlreich! Wir zählen auf euch!
Verbreitet den Aufruf zur Aktion!
Die Interessenvertretung IG Bildende Kunst ruft alle Künstler:innen zur Protestaktion vor dem KHM auf. Mit einer Performance und Kundgebung verschaffen wir unserem Anliegen nach freiem Eintritt für bildende Künstler:innen Gehör.
Ablauf der Kundgebung
Ankommen
Das “Band der Solidarität” entsteht, geknüpft aus Hemden. Als Linie läuft es auf das KHM zu und steht für die gesellschaftliche Wertschätzung unsichtbarer künstlerischer Arbeit, die beginnt lange bevor das einzelne Werk ins Museum kommt.
Alle Teilnehmenden nehmen es auf, es entsteht ein Netz in Bewegung.
Wir laden ein, kurze Statements (eigene und/oder von uns vorbereitete) aus der Bewegung heraus in ein fixes Mikrofon zu sprechen.
Anschließend: Open Mic, Einladung zu Kurzreden. Beiträge sind willkommen, denn die Untergrabung der IAA-Karte ist nur eines von vielen Symptomen, die Künstler*innen in der aktuellen ökonomischen Krise zu spüren bekommen.
Seit 2022 erkennt das KHM – im Gegensatz zu vielen anderen Ausstellungshäusern in Wien, in Österreich und weltweit – den IAA-Ausweis (internationaler Künstler:innenausweis der International Association of Art, https://aiap-iaa.art/) ohne nachvollziehbare Begründung nicht mehr an. Mit der Protestaktion vor dem KHM schließen wir an zahlreiche Bemühungen seit 2022 an.
Künstler:innen sind keine Freizeitgäste in Ausstellungen, sondern Produzent:innen von musealer Zukunft. Der IAA-Ausweis ist ein anerkanntes Berufsdokument. Er wird herausgegeben von der International Association of Art, in Österreich ausgestellt von der IG Bildende Kunst.
Der Wegfall des freien Eintritts für bildende Künstler:innen hat keine nennenswerte Budgetentlastung für das Kunsthistorische Museum gebracht, aber einen großen symbolischen Schaden für Künstler:innen verursacht. Für viele Künstler:innen sind Eintrittspreise eine erhebliche Hürde, die Anerkennung des IAA-Ausweises ist ein Akt der Wertschätzung. Als wissenschaftliche Institution hat das KHM einen Bildungs- und Förderauftrag. Museen sind nicht nur für das Bewahren von Kunst wichtig, sondern auch für die Förderung zeitgenössischer Kunstproduktion!
Fazit:
Die Wiedereinführung des freien Eintritts für Künstler:innen mit IAA-Ausweis ist:
kulturell notwendig (Anerkennung und Förderung kreativer Berufe),
wirtschaftlich tragbar (kein messbarer Einnahmeverlust),
orientiert an international anerkannten Praxisstandards
institutionell sinnvoll (Stärkung der Funktion des Museums als Ort professionellen Austauschs)
Die Frage lautet nicht, ob sich das KHM den freien Eintritt für Künstler:innen leisten kann.
Sondern: Kann das KHM es sich leisten, darauf zu verzichten?