Where Are the Birds Gone – Traces of Silence
Fotografie Ausstellung
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Der Titel der Ausstellung Where Are the Birds Gone – Traces of Silence wirkt auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar, fast schon harmlos, verweist jedoch auf eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der veränderten Realität unserer Welt. Die Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig und treten in vielfältigen, oft schmerzhaften Formen zutage.
Paulina Kremsner beschäftigt sich mit Spuren, die auf eine einstige Präsenz hinweisen – fragile Hinweise auf das, was verloren geht oder bereits verschwunden ist. Ihre Werke machen Abwesenheit sichtbar und verweisen auf das, was einst selbstverständlich war: Wasserläufe, Geräusche, Leben. Nun bleiben an ihrer Stelle nur noch stille Zeichen eines allmählichen, kaum wahrnehmbaren Verschwindens.
Elias Partoll nimmt eine doppelte Perspektive ein, indem er die analoge Fotografie sowohl als ästhetisches Medium als auch als materiell gebundenen Prozess reflektiert. Während seine Arbeiten die besondere Bildsprache analoger Verfahren nutzen, machen sie zugleich deren Bedingungen sichtbar: den Einsatz chemischer Substanzen im Entwicklungsprozess sowie die materiellen Grundlagen des Films. So wird die Fotografie selbst Teil einer Auseinandersetzung mit ökologischen Fragen und den Grenzen künstlerischer Produktion im Kontext globaler Umweltveränderungen.