Werkstattgespräche mit Filmpionierinnen: VALIE EXPORT

Zeitgenössische Kunst Video Film Diskussion Screening
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2 Termine
Mittwoch 24. Juni

Filmpionierinnen aller Sparten, die den österreichischen Film geprägt haben, aber mangels einer Kanonisierung neu entdeckt werden müssen, sprechen in dieser Reihe über ihr Leben und Werk. Gesprächspartner*innen sind Frauen aus der Filmbranche späterer Generationen.

VALIE EXPORT – Regisseurin, Autorin, Produzentin

VALIE EXPORT übergibt im Jahr 2020 dem Österreichischen Filmmuseum ihr filmisches Werk als Schenkung. Sie ist dem Filmmuseum zu diesem Zeitpunkt bereits lange verbunden. 1969 ist die Künstlerin – als Gründungsmitglied der Austria Filmmakers Cooperative – Teil einer Protestaktion gegen die “autoritäre” Struktur und Programmpolitik des Hauses, gegen seinen “reaktionären Historizismus”. Im Zeitraum zwischen diesen beiden Ereignissen, genauer, seit 1966, erschafft sie ein künstlerisches Werk von existenzieller Schlagkraft. 1967 wählt sie programmatisch einen Künstler*innennamen, der sie symbolisch von der ihr zugewiesenen Rolle als Frau in der Kunstwelt innerhalb einer männerdominierten Gesellschaft distanziert. In ihren Ausdrucksformen – darunter Zeichnung, konzeptuelle Fotografie, Installation, Skulptur, Performance – spielen Film und Video eine zentrale Rolle. Die Marke “EXPORT” steht für eine Kunst, die gesellschaftliche Bedingungen affektiv wahrnehmbar macht und ihre mediale Regulierung entsprechend kritisch reflektiert. EXPORTS Anspruch: durch Wahrnehmung Wirklichkeiten zu verändern. (Katharina Müller)

Nach Vorführung ihres Films Die Praxis der Liebe (1985) spricht VALIE EXPORT mit Julia Pühringer, Filmkritikerin, Kuratorin und Initiatorin unserer Filmpionierinnen-Reihe, sowie Katharina Müller, Leiterin der Forschungs- und Vermittlungsabteilung des Österreichischen Filmmuseums und Mitherausgeberin des Buches How to Do Things with VALIE EXPORT. Der vergangenes Jahr im Verlag Spector Books erschienene Band (herausgegeben von Katharina Müller, Eszter Kondor, Michael Loebenstein) begreift ihr filmisches Werk als ein Universum der Handlungsoptionen und als visionäre Steilvorlage zur Wahrnehmung und Umarbeitung einer von patriarchalen Strukturen durchsetzten Gesellschaft.

Idee zur Reihe/Organisation: Julia Pühringer. Konzept: Wilbirg Brainin-Donnenberg und Julia Pühringer

Mit Unterstützung der Arbeiterkammer Wien

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