we can be human after all
Darstellende Kunst Video Fotografie Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Julia Petschinka & Timo Novotny
verein (+) plus simmering
“we can be human after all” ist eine Performance, in der sich Julia Petschinka in einer silbernen, dehnbaren Hülle durch den Raum bewegt. Das futuristisch anmutende Kostüm und die abstrakten Formen, die sie mit ihrem Körper damit gestaltet, lassen an ein Alien oder eine Androidin denken. Petschinka verhandelt in we can be human after all das fragile Gefühl des Fremdseins, des Anders-Seins, des Neu-in-dieser-Welt-Seins. Diese silberne Form erkundet sich selbst und die Umgebung, sie sucht Anknüpfungspunkte. Sie ertastet im Fall der hier gezeigten Performance-Dokumentation die Geschichte der ehemaligen Semmelweissklinik, einer der wichtigsten Gebärkliniken Wiens - sie ertastet Geschichten von Geburt, vom Auf-die-Welt-kommen. Die fotografische Inszenierung und Bearbeitung durch den Filmemacher Timo Novotny verstärken das Anders-Sein der Figur, indem Symmetrien, Kanten und Linien des Raumes hervorgehoben und gespiegelt werden.
Julia Petschinka ist Performancekünstlerin aus Wien. Sie kombiniert in ihren Arbeiten Elemente des Flamenco mit zeitgenössischem Tanz und Butoh. Timo Novotny arbeitet als freischaffender Künstler im Bereich Fotografie, Design und Film (prämierte Kurz-, Lang- und Kinofilme).