Waiting for fall
Tanz Performance Kunst Performance Premiere
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Gemeinsam mit vier Tänzer:innen, einem:r Live-Musiker:in und einer Videokünstlerin entwickelt Mzamo Nondlwana eine Tanzperformance, die Hoffnung als Überlebensstrategie entwirft. Aus queeren und migrantischen Perspektiven entstehen bestärkende und widerständige (Über-)Lebenspraxen als Antwort auf Rechtsextremismus und autoritäre Tendenzen. Inspiriert von südafrikanischen und brasilianischen antikolonialen Tanzformen eröffnet das Stück Räume einer gemeinsamen Zukunft auf Zeit, in denen Parodie und Humor zu Praktiken des Widerstands werden.
Das imperialistische, weiße, kapitalistische, heterosexistische Patriarchat bricht zusammen und bringt all seine Gräuel und Widersprüche an die Oberfläche. Wo kommt dabei die Freude ins Spiel? Überall! Sie ist unser Anker, unsere Rettung, unser Zuhause. Waiting for fall ist eine partizipative Tanzperformance von Mzamo Nondlwana, in Zusammenarbeit mit Evandro Pedroni, Helena Araújo, Pêdra Costa und Videografin Maanila Mederos Santos de Moraes.
Ausgehend von dem Unbehagen rund um die österreichischen Wahlen im September 2024 sowie vom weltweiten Aufschwung rechtsextremer Bewegungen, die zunehmend queere und trans Communities, Minderheiten und Migrant:innen aus dem Globalen Süden angreifen, lädt Waiting for fall dazu ein, von vergangenen und gegenwärtigen Widerstandsbewegungen zu lernen.
Anknüpfend an Mzamo Nondlwanas vorherige Produktion Turning Point (2024 im brut Wien uraufgeführt) untersucht die Arbeit die Überzeichnung von Erinnerungen, Bildern und Bewegungen und rückt Freude als Akt des Widerstands in den Mittelpunkt. Humor, Parodie und gemeinsame Tänze machen deutlich, dass Befreiung ein kollektiver, aktiver und fortwährender Prozess ist.
Tanzformen wie Pantsula aus Südafrika und Samba aus Brasilien dienen als Bezugspunkte und verdeutlichen, dass politische Bewegungen Menschen für ein gemeinsames Anliegen zusammenbringen.
Mzamo Nondlwana und das Ensemble erforschen, wie kollektive Körper diese Praktiken in Klang und Bewegung übersetzen – ausgehend von Call and Response, einer interaktiven Praxis, die in Schwarzer Musik, religiösen Zeremonien und gemeinschaftlichen Ritualen des Globalen Südens verwurzelt ist.
Performer:innen und Publikum sind eingeladen, gemeinsam eine kollektive somatische Erfahrung zu schaffen und Freude ganz buchstäblich in die Praxis umzusetzen.