Via Tanke
Urbanismus Öffentlichkeit Zivilgesellschaft Diskussion
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Über Monate wurde die Arkadentankstelle “Johanna Garage” in Wien-Margareten bei laufendem Betrieb Schauplatz künstlerischer Forschung, wobei sich die Frage auftut: Was geschieht mit einer Tankstelle, bis kein Treibstoff mehr fließt? Zwischen Alltag und Intervention – Tischtennis zwischen Zapfsäulen, Party in der Waschstraße, Autokino in der Werkstatt – entsteht ein sozialer Ort, der das architektonische Erbe fossiler Infrastruktur neu nutzbar macht.
Zur Klima Biennale 2026 finden an vier Wochenenden Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten statt: Als sozialer Treffpunkt öffnet sich die Diskont-Tankstelle als Spielfläche für das Grätzl. Neben Tischtennis und Tango-Tanz wird ein Ölbohrturm gemeinschaftlich dekonstruiert und in der Waschstraße Karaoke gesungen.
An zwei Veranstaltungstagen beschäftigen wir uns kritisch und alltagsnah mit den Themen nachhaltige Mobilität, Öl, fossile Infrastruktur und demokratische Raumaneignung. Dafür gibt es Diskussionen mit Expert*innen, und unsere lokale Mitfahrer*innenbörse wird präsentiert. Beim Freiluftkino zwischen den Zapfsäulen zeigen wir Kurzfilme zwischen Alltag, Fiktion und Zukunftsvision.
Abschließend wird die Infrastruktur der Tankstelle zum Ausstellungsort, Installationen und Interaktionen setzen sich mit der Praxis des Tankens, der Hegemonie von
Rohöl(-konzernen), Arbeitswandel und der Nostalgie der motorisierten Freiheit auseinander.