Vampyr / Carnival of Souls
Film Screening
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Zwei Filme aus der Übergangszone zwischen Leben und Tod: In VAMPYR irrt ein Fremder durch eine Welt aus Nebel und Schatten. Räume scheinen sich aufzulösen, Zeit und Körper werden porös. In seinem ersten Tonfilm verwandelt Dreyer den Vampirmythos in traumwandlerisches Schweben, in dem Angst aus Atmosphäre entsteht. Alfred Hitchcock: »the only film worth watching … twice«.
Knapp drei Jahrzehnte später treibt Herk Harveys Low-Budget- Perle diese Verunsicherung ins Moderne: Eine junge Frau findet nach einem Autounfall keinen Anschluss mehr an die Welt der Lebenden. Einkaufszentren, Kirchen und ein verlassener Vergnügungspark werden zu Schwellenorten existenzieller Entfremdung: Ein Vorläufer des Mitternachtskinos und Lieblingsfilm von Elfriede Jelinek.
(Florian Widegger)
Vampyr
Regie: Carl Theodor Dreyer
Land: DE/FR
Jahr: 1932
Buch: Carl Theodor Dreyer, Christen Jul, nach der Novelle »Carmilla« von Joseph Sheridan Le Fanu
Kamera: Rudolph Maté
Musik: Wolfgang Zeller
Mit: Julian West (= Baron Nicolas de Gunzburg), Henriette Gérard, Jan Hieronimko, Sybille Schmitz
Format: 35mm, s/w
Fassung: Deutsche Fassung
Länge: 77 min
Restaurierte Fassung mit zusätzlichem französischem Ende
Quelle: Deutsche Kinemathek
Carnival of Sounds
Regie: Herk Harvey
Land: US
Jahr: 1962
Buch: John Clifford, Herk Harvey
Kamera: Maurice Prather
Musik: Gene Moore
Mit: Candace Hilligoss, Frances Feist, Sidney Berger, Art Ellison, Herk Harvey
Format: 35mm, s/w
Fassung: Englische Originalfassung
Länge: 83 min
Quelle: Österreichisches Filmmuseum