Um ein (oder zwei) Haar(e)
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Haar zählt zu den symbolisch aufgeladensten Merkmalen des menschlichen Körpers. Seit Jahrtausenden ist es tief mit spirituellen Praktiken ebenso wie mit alltäglichen Ritualen verwoben. Die Kontrolle über das Haar und seine ideologische Bedeutung werden zum Schauplatz politischer, religiöser, geschlechtsbezogener und rassifizierter Machtstrukturen. Als solches eignet es sich für künstlerische Auseinandersetzungen mit persönlichen wie gesellschaftlichen Fragestellungen.
Diese feministische Gruppenausstellung stellt Haar als hochsymbolisches Attribut in den Mittelpunkt – nicht vorrangig als Motiv, sondern als Material. Die beteiligten Künstlerinnen arbeiten in unterschiedlichsten Medien (von Performance und Malerei über Video und Sound bis hin zur Skulptur), integrieren jedoch alle synthetisches oder echtes Haar in ihre Arbeiten. Es ist ihr eigenes Haar – abgefallen, gesammelt, abrasiert – sowie ihre persönlichen Erfahrungen, die ihre Werke prägen. Die ausgestellten Arbeiten erschließen das Thema aus der Perspektive unterschiedlicher Lebensgeschichten, Nationalitäten und Geschlechteridentitäten.