Über Risse / becoming connectives
Darstellende Kunst Performance
Verbindung zu esel.at
Über Risse / on connectives ist eine performative Intervention im öffentlichen Raum. Sie entwirft ein spekulatives Narrativ in der unmittelbaren Umgebung der Im_flieger LANDEBAHN und lädt die Besucher:innen in eine semi-fiktionale Realität ein, die in den Rissen der Stadt existiert. Entlang der Spekulationen über Objekte und Subjekte, die in Rissen gefunden worden sein könnten, werden Fragen der Koexistenz zwischen Wesen, Erinnerungen, Zeitlinien und Ideen verhandelt.
Das Publikum wird zu aktiven Beobachter:innen – Zeug:innen – von ineinander verwobenen Szenarien einer verschwommenen Realität, die den Bürgersteig als Bühne nutzt, das Seltsame als Begleiter:in betrachtet und die Stadt als vielschichtiges System aus Wesen, Materie und Beziehungsgeflechten bewohnt.
Die Performer:innen folgen Brüchen, Rissen, potenziellen Leerstellen und den Wesen, die diese bewohnen. Was sie vorfinden, sind fragile utopische Systeme im Hier und Jetzt. Systeme, die, indem sie in einer verwundeten Umgebung am Rande der Sichtbarkeit existieren, zugleich immer und niemals Teil des konstituierenden Außen sind. Sie bleiben – in Anlehnung an Judith Butler – der normativen Realität abjekt und bewohnen dadurch einen Ort des Widerstands.