Über Mutterschaft

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1 Termin
Donnerstag 28. Mai

Artist Talk & Buchpräsentation mit Anna Riess, Andi Galdi Vinko, Mother Tongue Magazin

Vortragssprache: Englisch
Eintritt: Kostenlos

Komm vorbei und nimm Teil an diesem Abend zu diesem besonderen Event über das Thema Mutterschaft. Anna Riess präsentiert ihr Künstlerinnenbuch „M.other body“ (2026) und Andi Galdi Vinko spricht über ihr Fotobuch „Sorry I Gave Birth I Disappeared But Now I’m Back“ (2022). Lerne die Künstlerinnen persönlich kennen und nimm an unserer Gesprächsrunde teil. Und das Team des Mother Tongue Magazins wird per Videobotschaft dabei sein.

Im Gespräch mit:

Anna Riess – M.other body (2026)

Anna Riess ist eine multidisziplinäre Künstlerin und Kulturanthropologin in Wien. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit Themen wie Verkörperung, Emotion und zwischenkörperlichen Beziehungen auseinander und bedient sich dabei Materialien wie Ton, Metall und Textilien. Stark geprägt von ihren Erfahrungen als Mutter verwandelt sie Alltagsgegenstände in symbolische Formen – eine ihrer Vorgehensweisen, die sie als „Nippelisierung des Alltags“ bezeichnet.

„M.other body“ entstand aus einem zutiefst persönlichen und verletzlichen Prozess. Durch ihre eigene künstlerische Praxis untersucht Anna Riess, wie es ist, Künstlerin und Mutter zu sein. In enger Zusammenarbeit mit der Fotografin Elodie Grethen bringt sie diese Erkundungen in einen Dialog und verwebt Bilder und Worte zu einem Werk über Körper, Identität, Transformation und Intimität. Das Teilen solch persönlicher Texte und Fotografien erfordert Mut und Unterstützung. Fotografie: Elodie Grethen. Grafikdesign & Editing: Katharina Griesbacher-Tafner. Typografie: Irmi Benezeder. Kreativberatung: Ana Barros. Lektorat: Gisela Selbach. Künstlerin & Herausgeberin: Anna Riess. Dank einer großen Crowdfunding-Community konnte dieses Buch finanziert werden. Das Buch wurde in Österreich gedruckt.

Andi Galdi Vinko – Sorry I Gave Birth I Disappeared But Now I’m Back (2022)

Andi Galdi Vinko ist eine international anerkannte Künstlerin, die im Bereich der Fotografie tätig ist. Sie studierte Bildende Kunst an der Moholy-Nagy-Kunsthochschule in Budapest und an der École supérieure des arts graphiques (ESAG) Penninghen in Paris sowie Kunstgeschichte und Ästhetik an der ELTE in Budapest. In ihren Arbeiten stellt sie visuelle Analogien her zwischen zutiefst persönlichen und intimen Erfahrungen von Mutterschaft und Weiblichkeit und universellen menschlichen Erfahrungen wie dem Erwachsenwerden, dem Älterwerden, dem Verlust sowie dem Konflikt zwischen west- und osteuropäischen Ideologien.

Historisch gesehen hat die Kunstwelt Mutterschaft als Tabu behandelt und Frauen oft dazu gezwungen, sich zwischen beruflichem Erfolg und Familie zu entscheiden. Da die Altersgrenze für Auszeichnungen häufig bei 35 Jahren liegt, kollidiert der Druck der „biologischen Uhr“ oft mit den entscheidenden Jahren des Karriereaufbaus. Für Andi Galdi Vinko erwies sich die Realität der Mutterschaft als weitaus chaotischer und unvorhersehbarer als die beschönigten Darstellungen in der von Männern dominierten Kunst. Der Übergang von einer aufstrebenden Künstlerin zur Mutter von zwei Kindern bedeutet, auf geliehener Zeit zu arbeiten und mit den Schuldgefühlen eines nicht-linearen Lebenslaufs umzugehen. Dieses Werk (2016–2022) untersucht die Spannung zwischen universeller Erfahrung und persönlicher Isolation. Es hinterfragt, wie ein so alltäglicher Lebensweg so einsam bleiben kann, und beleuchtet den Verlust von Freiheit und Identität durch die Linse von Hormonen, Häuslichkeit und dem physischen Körper. Letztendlich dient das Werk als Aufzeichnung des „Werdens“ – als Versuch, die Künstlerin mit der Mutter in Einklang zu bringen.

Mother Tongue Magazine (Ausgabe 10, 2026)

„Mother Tongue“ ist ein zweimal jährlich erscheinendes Printmagazin, das sich mit moderner Mutterschaft aus der Perspektive von Kunst, Sexualität, Politik und Kultur auseinandersetzt. Anstatt sich auf Erziehungsratschläge zu konzentrieren, rückt es das facettenreiche Leben von Frauen in den Vordergrund. Die von Melissa Goldstein und Natalia Rachlin herausgegebene und von Vanessa Saba gestaltete Publikation erscheint in Großbritannien und den USA.

Ausgabe 10 von „Mother Tongue“ ist ein actiongeladenes Abenteuer in die stechend duftende Welt der „Weed Nuns“; eine rasante und doch nachdenkliche Erkundung des politischen Schlachtfelds, das die amerikanische Mutterschaft darstellt; ein kunstvoller Blick darauf, wie es aussieht, wenn die Quelle weiblicher Lust buchstäblich unter die Lupe genommen wird! Auf 128 randvollgepackten Seiten malen wir mit Lucy Liu, bowlen mit Jenny Slate und gehen mit Tracey Emin ins Bett – ganz wie man das eben so macht. Außerdem lernen wir die Klitoris in ihrer ganzen (überraschend großen!) Pracht kennen, bekommen eine Vokabelstunde von Kathryn Grody und sehen, was passiert, wenn Jane Goodall dir rät, ein oder zwei Kinder zu bekommen. Zigaretten werden fetischisiert, Joints für wohltätige Zwecke gespendet und Horrorfilme verschlungen, während wir uns dann mit der Grausamkeit der Menstruationsungleichheit im US-Gefängnissystem auseinandersetzen und uns den Dualitäten des Iranisch-Amerikanerseins in dieser Zeit globaler Unruhen stellen. Wir werden daran erinnert, dass Enden getarnte Anfänge sein können, dass Gerechtigkeit ein lebenslanges Streben ist und dass das Ignorieren von Schmerz nicht dasselbe ist wie Heilung. Wir lernen auch, dass der Kampf für eine stabilere, menschenwürdigere Welt nur ein andauernder (schwerer!) Kampf ist, nicht etwas, das ein für alle Mal gewonnen werden kann (laut Amber Tamblyn); wir denken über die Achterbahnfahrt der Ambitionen in der Lebensmitte nach; wir hinterfragen die Zuverlässigkeit von Klatsch und Tratsch; und wir wenden uns an Erykah Badu, um Rat zu Baby-Daddies und der Illusion, alles haben zu können.

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