Tolia Astakhishvili
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Einem wiederkehrenden Motiv in Tolia Astakhishvilis Werk folgend, nimmt die erste museale Einzelausstellung der georgischen Künstlerin die „Figur des Kindes“ als Ausgangspunkt. In diesem Kontext steht das Kind für ein Wesen von großer geistiger und gestalterischer Autonomie, das zugleich stark auf andere Menschen angewiesen ist. Entsprechend richtet Astakhishvili in der Ausstellung ihr Augenmerk auf das Erlebnis von Kunst selbst, das sich über Bewegung und Berührung entfaltet und sich bewusst von den Konventionen musealer Präsentation löst. Der Gedanke der „ersten Begegnung“, wie Kinder ihn in der erstmaligen Erfahrung eines Phänomens erleben, bildet dabei den Schlüssel zu einer neuen Art des Erlebens. Tolia Astakhishvilis vielschichtiges Werk zeichnet sich durch ein feines Gespür für Raum als komplexe Einheit aus, die von allen geprägt wird, die ihn erfahren. Die Künstlerin arbeitet mit Skulptur, Klang, Video, architektonischen Elementen, Malerei und Zeichnung und verbindet diese Medien zu raumgreifenden Installationen.
Begleitend zur Ausstellung arbeitet Tolia Astakhishvili gemeinsam mit dem Designstudio Syndicat an der Gestaltung eines Künstlerinnenbuchs, das sich umfassend mit ihrer Praxis beschäftigt.
Tolia Astakhishvili (* 1974, Tiflis, Georgien) lebt und arbeitet in Berlin und Tiflis.
Kuratiert von Fatima Hellberg und Manuela Ammer