To Shoe or not to Shoe
Verbindung zu esel.at
Andy Warhols grafische Serie Á La Recherche du Shoe Perdu entstand 1955 im Umfeld seines Auftrags, allwöchentlich Schuhanzeigen für die New York Times zu gestalten. Es entstanden mehr als ein Dutzend Zeichnungen, die von dem Dichter Ralph Pomeroy mit ironischen literarischen Anspielungen versehen und von Warhol zu einer Mappe zusammengefasst wurden. Ausgehend von dieser Serie widmet sich diese Kabinett-Präsentation dem Damenschuh als Fetischobjekt, Projektionsfläche und feministischer Kritik. Neben Andy Warhol sind weitere Künstlerinnen wie Birgit Jürgenssen, Gudrun Kampl und Lena Henke mit ihren Interpretationen des Schuhs vertreten. Sie hinterfragen das Objekt auch als Symbol von Begehren, Disziplinierung und Geschlechterrollen.
Kuratiert von Rolf H. Johannsen