Thinking about Kitchens. Nach Margarete Schütte-Lihotzky
Architektur Design Theorie Konferenz
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Die von Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) im Jahr 1926 entwickelte Frankfurter Küche ist heute fest in den Kanon der Architektur- und Designgeschichte eingeschrieben. Ihr 100-jähriges Jubiläum bietet Anlass, die Küche als architektur- und designhistorisches Modell und als politischen, sozialen und ökonomischen Raum neu zu befragen.
Als Schauplatz der Verschränkung von architektonischer Innovation und geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung wird sie Ausgangspunkt für eine kritische Befragung von Typologie: Auf welche Weise strukturieren Küchen gesellschaftliche Verhältnisse und darin reproduktive Arbeit innerhalb der kapitalistischen Ökonomie? Welches emanzipatorische Potenzial kann architektonische Gestaltung dabei entfalten?
Die Konferenz widmet sich diesen Fragen ausgehend von der Position der Frankfurter Küche in der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts, indem sie diese als historischen Knotenpunkt transnationaler Diskurse über Beziehungen von Arbeit, Geschlecht, Ökonomie, Technologie und sozialer Reproduktion denkt. Sie setzt Schütte-Lihotzkys Küchenentwürfe zu zeitgenössischen und späteren Positionen und spannt den Bogen von alternativen Modellen der Vergemeinschaftung zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Musealisierung der Frankfurter Küche und anderen ikonischen Entwürfen der internationalen Moderne bis hin zu den Logiken der Küche als Designobjekt zwischen Statussymbol und Serialisierung.
Die Vorträge und Diskussionen finden in deutscher und englischer Sprache statt. Übersetzungstools werden vor Ort zur Verfügung gestellt.