Technologies of Togetherness

Darstellende Kunst Zeitgenössische Kunst Zivilgesellschaft Ausstellung
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2 Termine
Samstag 30. Mai
30. Mai
Sa
19:00
Eröffnung
Technologies of Togetherness
Sonntag 31. Mai - Samstag 11. Juli
So 31. Mai -
Sa , 11. Juli
Ausstellung
Technologies of Togetherness

Kollaborative Performance und Ausstellung von Drága Cardo und Mihret Kebede mit Verkäufer*innen des Augustin und Mitgliedern der Schwarze Frauen Community (SFC)

Eröffnung: 30. Mai 2026, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 30. Mai bis 11. Juli 2026
Öffnungszeiten: freitags und samstags, 14–18 Uhr, sowie nach Vereinbarung

Technologies of Togetherness ist ein gemeinschaftsbasiertes Projekt an der Schnittstelle von Performance und Ausstellung, das sich mit kollektivem Schaffen, geteiltem Wissen und gemeinschaftlichen künstlerischen Praktiken auseinandersetzt. Das Projekt vereint zwei kollektive Arbeiten: An Herbal Narrative, entwickelt von Drága Cardo in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Straßenverkäufer*innen des Augustin, und Where Our Voices Meet, entwickelt von Mihret Kebede in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Schwarze Frauen Community (SFC). Die im Rahmen eines Open Call ausgewählten Projekte behandeln künstlerische Praxis als eine Technologie der Gemeinschaft – eine Reihe gemeinsamer Praktiken, die heilen, Wissen vermitteln, Freude bereiten und kollektive Bindungen stärken. Inspiriert von indigenen und afro-diasporischen Weltanschauungen versteht der Open Call künstlerische Praxis als Werkzeug für Kollektivität, Solidarität und Widerstand.

An Herbal Narrative entstand aus einer Reihe von Workshops, in denen zwei Super-8-Filme gemeinsam gedreht und unter Verwendung von in Wien wachsenden Pflanzen entwickelt wurden. Der Prozess wurde vom Künstlerduo Drága Cardo in Zusammenarbeit mit Augustin-Straßenverkäufer*innen begleitet. Das Projekt schlägt durch das Sammeln von Pflanzen, das Performen vor der Kamera und das gemeinsame Filmen eine neue Sichtweise und Beziehung zum öffentlichen Raum vor. Den ganzen Mai über waren die Spuren dieses Prozesses in den Räumlichkeiten der VBKÖ zu sehen, darunter die für die Entwicklung notwendige Ausrüstung, die gesammelten Pflanzen, Notizen zum Entwicklungsprozess usw. Alle diese Teilaspekte werden in der Ausstellung durch die Präsentation der beiden von der Gruppe gedrehten Kurzfilme abgeschlossen. Der Workshop und die Ausstellung fungieren als Labor, um sowohl chemische Prozesse als auch neue und unerwartete Formen des Miteinanders zu erforschen.

Where Our Voices Meet ist eine kollektive Poesie-Performance, die aus einem gemeinsamen Prozess des Schreibens, Zuhörens und Austauschs entsteht. Ausgehend von der von Audre Lorde formulierten Erkenntnis, dass Poesie kein Luxus ist, vereint das Werk Stimmen, die von unterschiedlichen Sprachen, Erinnerungen und Lebenserfahrungen geprägt sind. Durch Spoken Word, Rhythmus und Momente der Stille verweben die Teilnehmenden individuelle und kollektive Erzählungen. Das Stück setzt auf mehrsprachigen Ausdruck und vielschichtige Erzählkunst, wodurch sich Bedeutungen auf vielfältige Weise entfalten können. Die Absicht ist es, einen Raum der Präsenz und Verbindung zu schaffen, in dem Stimmen ohne Hierarchie aufeinandertreffen und in dem Poesie zu einem gemeinsamen Akt des Zeugnisses, des Widerstands und der Zusammengehörigkeit wird. Diese gemeinschaftliche Reise würdigt die Kraft der Poesie, unsere Realität zu verändern. Es ist eine lebenswichtige Erkundung dessen, wie wir einander zuhören; hier finden wir den Mut zu sprechen, Raum zu schaffen und zu existieren.

Über die Künstler*innen und Kollektive
Drága Cardo ist ein Künstler*innenduo aus Bilbao und Wien, bestehend aus Camil Téllez und Eszter Katalin, die seit 2020 in verschiedenen Projekten miteinander arbeiten. Die Praxis des Duos widmet sich queeren und feministischen Ökologien und fokussiert sich auf nachhaltigere Formen der Entwicklung von analogem Film, insbesondere Super-8-Film. Drága Cardos Arbeiten wurden bis jetzt in Spanien, Argentinien und Österreich gezeigt. Das Kollektiv organisiert zudem regelmäßig Workshops, um sein Wissen über pflanzliche Filmentwickler weiterzugeben.

Mihret Kebede ist eine multidisziplinäre Künstlerin und Dichterin, die in den Bereichen Poesie, künstlerische Forschung und interkulturelle Zusammenarbeit tätig ist. Sie ist Mitbegründerin von Tobiya Poetic Jazz, dem Netsa Art Village Artists Collective und dem Addis International Video Art Festival. Ihr zweisprachiger (amharisch-englischer) Gedichtband #Evolutionary Poems, gemeinsam übersetzt mit Anna Moschovakis, wurde kürzlich von der New York Public Library als eines der 25 besten Gedichtbände aus über 200 Einsendungen ausgezeichnet. Derzeit ist sie Doktorandin im Bereich „PhD in Practice“ an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Die Straßenzeitung „Augustin“ ist seit drei Jahrzehnten eine kritische Stimme gegen soziale Ungerechtigkeit – eine Plattform für marginalisierte Themen und Stimmen, die allzu überhört werden. Beim Verkauf gilt das 50/50-Prinzip: eine Hälfte für die Verkäufer:innen, eine für die Zeitung. So können Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen in prekären Lebenslagen befinden, einer selbstbestimmten Tätigkeit nachgehen.

Die Schwarze Frauen Community (SFC) ist eine Basisorganisation, die schwarze Frauen, Jugendliche und Familien in der gesamten afrikanischen Diaspora unterstützt. Sie bietet soziale und psychologische Beratung, Trauma informierte Räume sowie Bildungsprogramme zu den Themen Rassismus, Identität und Zugehörigkeit an. Verwurzelt in gemeinschaftlicher Fürsorge und Aktivismus ist die SFC ein wichtiger Ort der Selbstermächtigung innerhalb der schwarzen Gemeinschaften in Österreich.

Dieses Programm wurde von den VBKÖ-Mitgliedern Susana Ojeda und Mzamo Nondlwana organisiert

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