Talking Screen: Siegfried A. Fruhauf

Zeitgenössische Kunst Video Film Screening
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1 Termin
Donnerstag 2. April

Filme, Stereoansichten, monochrome Malerei und Gespräch

SIEGFRIED A. FRUHAUF
Siegfried A. Fruhaufs künstlerische Arbeiten, die seit Ende der 1990er-Jahre fürs Kino ebenso wie für Ausstellungsräume entstehen, sind buchstäblich vielschichtig: Die Idee für eine neue Arbeit entwickelt sich nicht selten aus bereits belichtetem Material. „Irgendein Schnipsel hängt oft lange herum“, bevor er einer profunden Durchleuchtung und Bearbeitung unterzogen wird: Ein auf dem Speichermedium Glas überliefertes Fotonegativ aus dem 19. Jahrhundert wird so etwa unter Rückbezug auf ein „vorfilmisches Massenmedium“ namens Transparentmalerei einer furiosen digitalen Schichtung und Verdichtung unterzogen (Vintage Print). Die Leinwand flackert, glost und pulst. Fruhauf ist dabei nie Essentialist. Film/ Video, Fotografie – jeweils analog und digital –, Drucktechniken oder (serielle) Malerei dienen ihm auch nicht zur „Nachbildung von Realität“, sondern als Werkzeuge für „Experimentiervorgänge“ zur Auslotung von Zusammenhängen in dieser Realität. Dabei machen Filmemacher und Zuseher*innen eindrückliche (Seh-)Erfahrungen.

„Alles verschwindet im Kino immer wieder rückstandslos. Nichts bleibt auf der Leinwand zurück, alles löst sich auf.“ – Wir laden in diesem Sinne zu einem einmaligen Abend mit drei Filmen sowie mit Stereo Sights: The Ground Control Files, monochrome Artworks („kinds of paintings“) und Gespräch. Mit Sogwirkung und anderen Spezialeffekten in 2D und 3D auf (Lein-)Wand und Monitoren – und draußen gibt’s den Vollmond passenderweise noch als Draufgabe. Sie werden sehen.

PROGRAMM
Vintage Print | AT 2015 | 13 min
Night Sweat | AT 2008 | 10 min
Mare Imbrium | AT 2024 | 12 min

TALKING SCREEN
Laufbilder werden gegenwärtig auf vielen unterschiedlichen Displays präsentiert und tauchen als eigenständiges Werk, aber auch als Teil einer Installation in diversen Ausstellungskontexten auf. TALKING SCREEN will der Frage nach den vielfältigen Präsentationsformen von Filmen im Ausstellungskontext, aber auch den medienübergreifenden Interferenzen zu anderen künstlerischen Praktiken nachgehen. Die mit den Gästen gemeinsam konzipierten Präsentationsformate sind bewusst offen gehalten und sollen facettenreiche Spielarten der (performativen) Selbstpräsentation genauso beinhalten, wie einen kritischen Diskurs über filmische Formate & Formen ermöglichen. Als jeweiliges Setting ist an eine Kombination von Filmen, Gespräch und Mini-Schauen für einen Tag gedacht.

Einer Veranstaltung in Kooperation von Künstlerhaus und sixpackfilm
Eintritt frei!

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