Susan Stryker’s Hot Tub
Darstellende Kunst Performance
Verbindung zu esel.at
By Maxe Crandall
Producer: Panagis Marketos, Co-writer: Ari Banias, Props: mershandlee (Lida Badafareh and Mehrshad Atashi)
Ein Horseplay-Pissplay für Mother.
Susan Strykers Hot Tub folgt der Hobby-Horse-Athletin Cindy auf ihrer Suche nach dem ewigen Pferdesein. Dabei begegnet sie Frankensteins Monster (das in einem Dungeon in San Francisco alchemistische Experimente durchführt), zwei melancholischen trans Männern namens Dallas und Zealous (deren Kink Selbstfürsorge ist), gemeinen Stiefschwestern im Training bei einem transfeindlichen Coach sowie einem magischen Pferd, das Wünsche durch ein „Traumafenster“ erfüllt.
Ausgestattet mit goldenen Tickets von „Bed, Bath, & Bianca“ finden sie schließlich alle zum legendären Whirlpool der Trans-Historikerin Susan Stryker. Dort verwandeln die Wasser der Ahnen Wut in andere Dinge – zum Beispiel in Pferde. Durch komplizierte Dungeon-Renovierungen, die Suche nach Glocken und Muscheln und die philosophische Frage „Muss man ein Pferd sein, um ein Pferd zu sein?“ feiert das Stück trans Verkörperung als einen fortwährenden spirituellen Werdensprozess.
Poets Theater ist eine Performance-Tradition, die sich auf poetische Sprache, gemeinschaftliche Zusammenarbeit und die Dramatik lokaler künstlerischer Szenen konzentriert. Maxe Crandalls Praxis bezieht sich dabei stark auf die queere Ausprägung des Poets Theater im San Francisco der 1990er-Jahre, wo Dichter:innen, Performer:innen, Musiker:innen und bildende Künstler:innen rohe, improvisierte queere Stücke entwickelten, die Sprache, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Improvisation in den Mittelpunkt stellten.
Poets Theater versteht die Bühne als Ort poetischer und sozialer Experimente, an dem Wörter, Körper, Objekte und Gossip durch Gegenüberstellung, Wiederholung und die Störung theatraler Konventionen Bedeutung erzeugen. Die Form schätzt DIY-Produktionsweisen, Unfertigkeit und die Virtuosität des Amateurhaften mehr als technische Perfektion. Minimale Bühnenbilder, selbstgemachte Kostüme und wenige oder gar keine Proben schaffen eine anti-professionelle Ästhetik chaotischer Gemeinschaft, in der eine ekstatische Lebendigkeit aus den wilden Improvisationen von Performer:innen und Publikum hervorgeht.
Maxe Crandall ist Dichter, Dramatiker, Regisseur und Wissenschaftler. Sein Performance-Roman über AIDS-Archive und intergenerationelles Gedächtnis, The Nancy Reagan Collection, wurde von der New York Public Library als eines der zehn besten Lyrikbücher des Jahres 2020 ausgezeichnet. Er erhielt Fellowships und Förderungen von MacDowell, Yaddo, The Poetry Project, Poets House, Onassis USA und dem Headlands Center for the Arts.
Zu seinen früheren Produktionen zählen Friends of Perfection, ein kollektiv geschriebenes Stück mit über 20 Mitwirkenden, die Poets-Theater-Arbeiten Temple of the Brunchhole und All that Heaven Never Allows, STOP PLAY — eine Auftragsarbeit für SFMOMA Open Space und die Merce Cunningham Foundation — sowie die Adaptionen Bacchae Before und extreme lyric I. Darüber hinaus organisierte er eine nationale Tournee von Robert Chesleys Jerker, die kostenlos in queeren Community-Räumen präsentiert wurde. Zwei seiner Stücktexte erschienen als Chapbooks unter den Titeln Together Men Make Paradigms und Emoji for Cher Heart.
Er ist Lyrikredakteur bei FENCE und Executive Director von Small Press Traffic, einem wichtigen Bay-Area-Netzwerk für Dichter:innen, die künstlerische Grenzen erweitern.
Language: English
keine Anmeldung notwendig
Freier Eintritt, Spenden sind Willkommen