Sula Zimmerberger: Between Stillness and Motion
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
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Die Ausstellung Between Stillness and Motion der Künstlerin Sula Zimmerberger entwirft ein intimes Selbstporträt, das über bloße Abbildung hinausgeht. Im Zentrum steht die Frage, wie Wahrnehmung im Spannungsfeld von Zeit, Raum und Bewegung entsteht – und sich zugleich entzieht.
Ausgangspunkt der gezeigten Arbeiten sind nächtliche Streifzüge. In der Stille der Dunkelheit werden vertraute Eindrücke neu geordnet, verschoben, transformiert. Die Nacht erscheint nicht als Abwesenheit von Licht, sondern als aktiver Wahrnehmungsraum, in dem sich verborgene Facetten zeigen, die dem Tageslicht oft entzogen bleiben.
Fotoserien und Malereien fungieren als visuelle Tagebücher: fragmentarische Archive von Reisen, Begegnungen und alltäglichen Beobachtungen. Ihre Anordnung folgt keiner linearen Chronologie, sondern formt ein Mosaik der Wahrnehmung – offen, nicht-hierarchisch, assoziativ.
Eine Videoarbeit eines im Wind schwankenden Baumes sowie eine im Raum installierte Schaukel verdichten das zentrale Spannungsfeld der Ausstellung: das Oszillieren zwischen Ruhe und Bewegung, Dauer und Moment. Präsenz wird dabei nicht als stabiler Zustand verstanden, sondern als etwas Vorläufiges – flüchtig, performativ und stets vom Verschwinden bedroht.
Between Stillness and Motion lädt dazu ein, sich auf eine verlangsamte, geschärfte Wahrnehmung einzulassen und den Moment als fragile, sich ständig verändernde Erfahrung zu begreifen.