Spuren einer Vordenkerin

Johanna Dohnal in Augmented Reality
Video Visuelle Kunst Zivilgesellschaft Präsentation
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1 Termin
Donnerstag 12. März

Johanna Dohnal in Augmented Reality, oder: Aus taktischen Gründen leise zu treten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen

Eine feministische Augmented Reality-Intervention im öffentlichen Raum – anlässlich 25 Jahre Animationsfilmfestival Tricky Women Tricky Realities

Mit Augmented Reality-Installationen wird Johanna Dohnal – als erster Frauenministerin Österreichs und als Symbol für Gleichstellungskämpfe – ein digitales Denkmal und zugleich ein öffentlich sichtbares Zeichen für feministische Erinnerungskultur gesetzt.

Johanna Dohnals politische Errungenschaften haben die österreichische Gesellschaft entscheidend verändert (von der Familienrechtsreform bis zum Gewaltschutz für Frauen), wirken bis heute nach und sind in Zeiten wachsender antifeministischer, antiqueerer und antidemokratischer Tendenzen aktueller denn je. Die Installation am Johanna-Dohnal-Platz lädt die Besucher:innen ein, sich künstlerisch mit den Errungenschaften und der historischen Bedeutung von Johanna Dohnal (1939–2010) vertraut zu machen. Mit animierten und künstlerisch vielstimmigen Beiträgen wird der Platz virtuell lebendig und wirkt als Ort der Reflexion über soziale und politische Verhältnisse und für demokratisches Handeln.

Die beteiligten Künstlerinnen kommen aus dem Bereich Animationsfilm und Bildende Kunst und zeichnen sich durch einzigartige Handschriften und sehr innovative Zugänge aus.

Eni Brandner, Kris Hofmann, Susi Jirkuff, Nayeun Park, Veronika Schubert und Anna Vasof gestalten sechs virtuelle Skulpturen, die sowohl historische als auch aktuelle Bezüge zu Johanna Dohnal und gesellschaftspolitisch relevanten Debatten herstellen. Sie arbeiten mit Texten, Zitaten, Archivmaterial und O-Tönen und setzen Animation, Video, Zeichnung, Sound und Stimme ein.

Die Titel der einzelnen Kunstwerke sind „Sprechstunde“, „Johanna Dohnal – die Programmiererin“, „Feminismus/Rollenbilder/Selbstdefinition“, „Glasdecken brechen“, „Eine protestierende Vase II“ und „Portraits of Progress“.

Die Werke sind auch online unter erlebbar unter artificialmuseum.com

Mit Augmented Reality (AR) wird eine zeitgenössische digitale Technik genutzt, die digitale Inhalte – etwa bewegte Bilder, Fotos, virtuelle Skulpturen, Texte oder Klänge – mit der physischen Welt verbindet. Alles, was es braucht, ist ein mobiles Gerät – keine App, keine Spezialbrille, nur das Scannen eines QR-Codes.

Ein Projekt von Tricky Women Tricky Realities (Culture2Culture) in Kooperation mit Systemkunst KG / Artificial Museum, der Bezirksvorstehung Mariahilf, dem Johanna Dohnal Archiv, der AHS Rahlgasse und dem Top-Kino

Ermöglicht von KÖR | Kunst im öffentlichen Raum Wien und mit Unterstützung des Zukunftsfonds der Republik Österreich.

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