Sofie Thorsen: Strom, Schnitt, leuchtend Grau
Video Film Screening
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Sofie Thorsen beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Praxis präzise mit den komplexen Beziehungen zwischen Objekt und Raum, Architektur und Wahrnehmung. Dabei entwickelt sie minimalistische Objekte und gezielt gesetzte Raumintervention, denen intensive Materialstudien und historische Recherchen zugrunde liegen.
Immer wieder übersetzt Thorsen diese Vorgehensweise auch in Bewegtbild. Jüngst verknüpft sie in dem Video Donau, Stromkilometer 1943,9 (2025) Licht, Wasser, Objekt und Bewegung zu einer poetischen Reflexion: Das letzte vom Donaufluss verstärkte Licht der Abenddämmerung wird auf weißen gebogenen Projektionsflächen reflektiert und im Objektiv gebündelt.
Damit schließt die Künstlerin an die Laufbildarbeit Schnitt A -A’ (2012) an, in der die Architektur eines Freiluftkinos zur Protagonistin wird und das Lichtspiel selbst Handlung sowie Publikum ersetzt. The Achromatic Island (2010) gilt als erster Teil dieser Trilogie. Darin erkundet Thorsen die Landschaft der dänischen Insel Fur in reduzierten, teils unscharfen Schwarz-Weiß-Bildern. Die abstrahiert-grafische Aufnahmen skizzieren die Wahrnehmung von Achromatopsie-Betroffenen – einer dort bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts vermehrt auftretenden Sehschwäche.
Sofie Thorsen (*1971 in Århus, Dänemark) lebt und arbeitet in Wien. Seit 2018 ist sie außerordentliche Professorin an der Kunstakademie Fünen (DK).
Das Programm wird in Anwesenheit der Künstlerin vorgeführt und diskutiert.
FILMPROGRAMM
Alle Filme von Sofie Thorsen
Donau, Stromkilometer 1943,9, 2025, 17:45 min
Schnitt A–A’, 2012, 5 min
The Achromatic Island, 2010, 15 min
Teilnahme kostenlos