Slayground

Theorie Zivilgesellschaft Diskussion
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1 Termin
Dienstag 21. April
21. April
Di
17:30
Diskussion
Slayground

Let’s Buy Mama a House!
Rassismuskritik zwischen Haltung und Handlung

Kunst und Kultur stehen oft in Zusammenhang mit unsichtbarer Arbeit und ungleichen Ressourcenverteilungen. Fragen materieller Umverteilung geraten dabei leicht aus dem Blick. Im Austausch können Vermittler*innen hier Methoden und Selbstreflexion einbringen, um rassismuskritische Haltungen in konkrete Praxis umzusetzen.

Der Titel des zweiten SLAYGROUNDS „Let’s Buy Mama a House!“ greift bewusst ein aus dem Hip-Hop bekanntes Aufstiegsnarrativ auf, in dem individueller Erfolg als Möglichkeit erscheint, Fürsorge und materielle Sicherheit zurückzugeben. Er verweist im Kontext von SLAYGROUND zugleich auf die rassistisch ungleich verteilten Bedingungen, die ein solches Versprechen strukturieren. Beim zweiten SLAYGROUND schauen wir uns das Spannungsverhältnis zwischen rassismuskritischer Analyse und antirassistischer Praxis an und wie sich konkrete Praktiken von Umverteilung, Teilhabe und dem Abgeben von Macht übersetzen lassen.

Beiträge von Jugendlichen und erwachsenen Expert*innen verschieben den Blick darauf, wer spricht, wessen Wissen zählt und wie Verantwortung geteilt wird. Kunstvermittler*innen sind eingeladen, eigene Positionen zu reflektieren und gemeinsam zu erkunden, wie Austausch und Partizipation tatsächlich wirken. Im Fokus steht die Frage, wie sich rassismuskritische Haltungen in konkrete pädagogische, kuratorische und institutionelle Entscheidungen übersetzen lassen.

Der dialogische Austausch mit jungen Menschen macht sichtbar, wer spricht und wer gehört wird, und lädt Vermittler*innen ein, Machtstrukturen, Hierarchien und soziale Ungleichheiten kritisch zu reflektieren. Denn diese Verhältnisse setzen sich in der sogenannten Kunstvermittlung fort. Dabei ist zentral: Rassismus wirkt nicht isoliert, sondern ist eng mit sozialer Zugehörigkeit verflochten. Auch hier sind Beziehungen nicht neutral: Zwischen kunstvermittelnden Personen und Kindern und Jugendlichen bestehen Machtgefälle, die sich in konkreten materiellen Fragen von Selbstbestimmung und Umverteilung zeigen.

Nicht als Einladung zur Einigkeit, sondern als Aufforderung, bestehende Rollen, Erwartungen und Sicherheiten zu verlernen.

Das Programm verbindet unterschiedliche Perspektiven und Formate, Austausch mit jungen und erwachsenen Expert*innen, Diskurs und Inputs von Künstler*innen und Menschen aus der Praxis.

Den Abschluss bildet eine gemeinsame Food-Installation: Das Essen wird Teil des Vermittlungsformats und macht Beteiligung, Austausch und geteilte Verantwortung sinnlich erfahrbar.

Eintritt frei
Damit wir den Abend gut vorbereiten können, bucht gern eine kostenfreie Karte.

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