Shy as a shadow
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Julian Bajak, Manuel Bauer & Ebba Olsson Pecics, Susa Blaufuß, Kiki Furlan & Can Denzer, Florian Genzken, Peter Haas, Tao Iver & Julian Mack, Sven Jirka, Titus Johannes Keller, Sofia Mascate, Mia Öhler, Gloria Pagliani, Leon Radl, Rita Sammer, Paul Schnecker, Liva Jo Juul Streich
Curated by Susa Blaufuß and Paul Schnecker
Der Neue Kunstverein Wien präsentiert mit Shy as a shadow eine Ausstellung mit malerischen und skulpturalen Arbeiten aktueller und ehemaliger Studierender des Fachbereichs Abstraktion der Akademie der bildenden Künste Wien. Die von Susa Blaufuß und Paul Schnecker kuratierte Schau versammelt Positionen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Fragen des Zeigens und Verbergens, des Rückzugs und der Sichtbarkeit sowie mit den Zwischenräumen dieser Zustände auseinandersetzen.
Die ausgestellten Werke eröffnen vielfältige Annäherungen an die Bedingungen von Wahrnehmung und Präsenz. Während manche Arbeiten die Betrachtenden physisch oder visuell in die Bildebene hineinziehen, verwehren andere den Zugang, verschließen Perspektiven oder fordern die eigene Position im Raum heraus. Malerische Gesten, materielle Brüche und skulpturale Setzungen fungieren dabei als Mittel der Annäherung ebenso wie der Verweigerung.
Zwischen Einladung und Verweigerung, Offenlegung und Entzug verhandeln die Arbeiten die Frage, welche Räume die Malerei und ihre erweiterten Formen eröffnen oder verschließen können. Sichtbarkeit erscheint dabei nicht als gegebener Zustand, sondern als ein fragiles Verhältnis, das immer wieder neu hergestellt, unterlaufen oder zurückgenommen wird.
Der Ausstellungstitel Shy as a shadow verweist auf das gleichnamige Gemälde des schottischen Künstlers Andrew Cranston. Wie ein Schatten entziehen sich die gezeigten Arbeiten eindeutigen Zuschreibungen und bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen Anwesenheit und Abwesenheit, Nähe und Distanz.
Mit Shy as a shadow bietet der Neue Kunstverein Wien Einblicke in aktuelle künstlerische Positionen einer jungen Generation und eröffnet einen Raum für die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen bildnerischer Sichtbarkeit.