Kühle Sache
Architektur Urbanismus Öffentlichkeit Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Im Hinblick auf die zunehmende Überhitzung Wiens in den Sommermonaten, sowie urbaner Räume generell, zeigt die temporäre Installation Kühle Sache an einer innerstädtischen Hitzestelle neue Umgangsweisen mit bestehender blauer Infrastruktur auf, um deren Potential zur adiabatischen Kühlung der unmittelbaren Umgebung zu aktivieren sowie zu potenzieren. Im Speziellen widmet sich Kühle Sache dem unter Denkmalschutz stehendem Tiertränkerbrunnen am Johanna-Dohnal-Platz im 6. Bezirk Mariahilf und vergrößert dessen bestehende kühlende Wasserfläche von ca. 3.0m² auf ca. 11.8m². Die aus einem wasserführenden Becken bestehende Installation wird schräg über dem mittleren Brunnenbecken platziert, sodass ein Wasserstrahl des Brunnens aus einem der Löwenmäuler in das Becken der Installation trifft und eine großzügige kühlende Wasserfläche schafft; anschließend läuft das Wasser durch einen Überlauf in den Brunnen zurück und integriert sich damit vollständig in den bestehenden Brunnenwasserkreislauf. Der Tiertränkerbrunnen umfasst Wasserbecken auf drei unterschiedlichen Höhen: das unterste Becken für Hunde, das mittlere für Pferde, das oberste für Vögel; er steht sinnbildhaft für das inklusives Zusammenleben verschiedener (auch tierischer) Teilnehmer im Stadtraum. Inspiriert davon bringt das Projekt durch das Addieren eines weiteren Wasserbeckens auch Menschen wieder näher an die kühlende Wasserfläche. Lose im wasserführenden Becken platzierte Fliesen bilden zudem eine Tischoberfläche aus, welche mitsamt Hockern als temporärer Ort für Interaktion sowie vielerlei Aktivitäten unmittelbar an der kühlen Wasserfläche dient und somit den Brunnen als Gemeinschaftsraum aktiviert.