Senon Williams: Further/Farther, 2026
Zeitgenössische Kunst Bildende Kunst Theorie Ausstellung Installation
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Senon Williams kreiert die In-Situ-Installation Further/Farther eigens für den Schauraum Berggasse 19 des Sigmund Freud Museums in Wien: ein monumentales Wandgemälde-Triptychon, das individuelle wie kollektive Innenwelten zur Darstellung bringt und so das Terrain der menschlichen Psyche zwischen Werden und Vergehen, Nähe und Distanz, Dialog und Sprachlosigkeit auslotet.
Dabei verbinden sich drei auf große Leinwände gemalte Kompositionen zu einem einzigen Panorama. Die spannungsreiche Koexistenz von abstrahierten Körper- und Landschaftsformen schafft eine zwischen Hoffnung und Trostlosigkeit oszillierende Erzählung, die das Entwicklungspotenzial der Zivilisation gleichermaßen in den Fokus nimmt wie das menschliche Denkvermögen. So wie für Sigmund Freud in der Bildsprache des Traums unbewusste Zustände manifest werden, so verknüpft auch Senon Williams in seinen künstlerischen Formulierungen den visuellen Ausdruck mit dem sprachlichen, um das im Denken wirksame, korrelierende Verhältnis zwischen Bild und Sprache aufzudecken:
Ferne / Ferner
Gedanken wie Dampf verfliegen bevor sie brennen
Ich war in Ordnung, bevor ich sprach
Worte legen Gedanken frei
wie Beton Formen greifbar macht
Diese Werke entstanden im Rahmen der „Freud Artist Residency“, einem halbjährlich stattfindenden Residenzprogramm des Jane McAdam Freud Estate in Zusammenarbeit mit dem Sigmund Freud Museum in Wien und dem Freud Museum in London. Dementsprechend findet sich im Zentrum der Installation Further/Farther ein von Williams ausgewähltes Objekt der Künstlerin Jane McAdam Freud: ‘Forgotten Memory’ – ein überdimensionales Ei aus Drahtgeflecht in einem Sessel, das sein Environment zu beobachten und zu belauschen scheint.