Sculptür 26/3: Claudia Märzendorfer
Zeitgenössische Kunst Installation
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EVA BLUT hat seit November 2024 eine neue Adresse in der Kirchengasse 19, 1070 Wien.
Der großzügige Raum erlaubt es auch, aktuelle Kunstpositionen zu würdigen - genauer gesagt: vier mal jährlich skulpturale Installationen/Positionen von zeitgenössischen Künstler*innen.
Auch, um dem Gebrauchsgegenstand Tasche ein freieres Objekt gegenüber zu stellen.
Die Bildhauerin Claudia Märzendorfer legt sich nicht auf ein Medium fest.
In ihrem künstlerischen Werk erkundet sie die Möglichkeiten plastischer Mittel, die immateriell und konzeptuell sein können. Jedoch finden sich Medien und Techniken, die Märzendorfers Arbeiten begleiten, wobei die Darstellungen auf ihr Material Bezug nehmen.
So arbeitet sie unter anderem mit Akustik und Eis, zerlegte ein Klavier oder strickte einen Motorblock. Zu ihren spektakulären Plastiken zählen auch solche aus Tinteneis.
Tinte nutzt die Bildhauerin auch als Werkstoff für Zeichnungen. Beispielhaft sind hier Zeichenserien mit Tintlingen und Tintenfischen. Immer wieder stellt Märzendorfer in ihrer künstlerischen Arbeit Textbezüge her, wie bei der Installation A Chicken Can´t Lay a Duck Egg (2026) am Wiener Kunstplatz Graben.
In der Reihe Sculptür 26 bei EVA BLUT zeigt Claudia Märzendorfer zwei Figuren ihrer Werkserie Figures of France (2019/2022), eine Serie kleinerer plastischer Stillleben, die man im Kapitalozän verankern könnte. Schneeweiße Abgüsse, zueinander geformt auf weißem Grund, der als Tablett der zarten Formen fungiert. Eine Fortsetzung einer Arbeit, beauftragt von KÖR, welche derzeit am Graben zu sehen ist.
Zudem zeigt Märzendorfer bei Eva Blut Zeichnungen mit Tinte aus der Serie Black Beauty (2024). So kommt es in der Ausstellung zu einer inhaltlichen Verschränkung zwischen Skulptur und Zeichnung.
Mit eigenen Worten möchte die Bildhauerin eine Welt neben oder parallel zur Welt erzeugen.