Samuel Schaab: Superuins
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Samuel Schaab
SUPERUINS
Eröffnung: 17.07.2026,18-22h
Ausstellung: 18.07. - 08.08.2026, nach Vereinbarung
Soundperformance: 24.07.2026
mit Karolina Preuschl, Sixtus Preiss, Samuel Schaab, Jakob Schneidewind
SUPERUINS
Superuins versammelt Prozesse des An- und Ablagerns an den Rändern der Geometrie.
Eisenoxid, Stahlspäne, Schwefel und Magnetfelder verdichten sich zu Krusten, Schlackenzapfen und Sedimentkörpern. Was als loser Partikel oszilliert nimmt wieder und wieder einen temporären Zustand an.
Die Kräfte fußen auf der Dualität von serieller Form und Chaos, Anziehung und Abstoßung, Oxidation und Zufall.
Im Zwischenraum von stählernen Tiefseeanlagen, Industrieemissionen und Zersetzungsprozessen, entstehen Formationen die weniger gebaut als angehäuft werden.
Sie erinnern an Infrastrukturen, deren Funktion verschwunden ist, deren Logik jedoch weiterarbeitet.
Die Stahlobjekte sind keine Konstruktionen, sondern Bedingungen. Eine Geometrie, die Zufall zulässt. Eine Ordnung, in der Materie ihre eigenen Entscheidungen trifft.
Ruinen erscheinen hier nicht als Überreste, sondern als Aggregate. Zersetzung und Aufbau sind ununterscheidbar geworden.
Die einzelnen Konstellationen scheinen voneinander abzuhängen, ohne sich aufeinander beziehen zu lassen.
Sie reagieren, verzögern sich, koppeln sich um, als folgten sie einer Ereigniskette, deren Ursprung längst verloren gegangen ist, dabei arbeiten sie aber weiterhin im Rhythmus mehrerer Ur-Relais.
Wenn Magnetismus würfelt, Feuer erinnert und Partikel sich festlegen.
Text: Samuel Schab