Sabine Aichhorn: Geometrische Gefühle

Zeitgenössische Kunst Ausstellung
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2 Termine
Montag 2. März
2. März
Mo
18:00
Eröffnung
Sabine Aichhorn: Geometrische Gefühle
Dienstag 3. März - Sonntag 29. März
Di 3. März -
So , 29. März
Ausstellung
Sabine Aichhorn: Geometrische Gefühle

Unter dem Titel “Geometrische Gefühle” präsentiert die HOLLEREI Galerie Sabine Aichhorn in einer Einzelausstellung. Eröffnungsrede Dr. Ema Kaiser.

Die Bilder von Sabine Aichhorn sind oft bunt und facettenreich: Geometrische Figuren verkeilen sich ineinander und öffnen Räume, die sich bis an ferne Horizonte zu erstrecken scheinen. Dominant in diesen Farben- und Formenverwirbelungen ist das Dreieck, das,

mal stechend gelb, dann wiederum karmesinrot oder azurblau die Leinwand koloristisch gestaltet. Es liegt ein tänzerisches Element in diesen Arrangements, die geometrischen
Körper scheinen in manchen der pastelligeren Arbeiten zu schweben wie Mobiles von Alexander Calder. Wenn aber die Betrachter*innen den Oberflächenzauber durchbrechen und die Symbolik der Dreiecksform registrieren, wird klar, dass hier mit den ´Waffen einer Frau` visuell verführt wird, um gleichzeitig eine emanzipatorische Botschaft zu formulieren: Denn das Dreieck gilt als Symbol der Emanzipation und des feministischen Kampfes und bringt mit seiner spitzen Form Wehrhaftigkeit und Widerstandskraft zum Ausdruck. Auf diese Weise zeigen Sabine Aichhorns Werke, dass auch die abstrakte Malerei ein Terrain feministischer Praxis sein kann, wenn auch unter dem Deckmantel der schönen Form und des ästhetischen Equilibriums. Ihre Bilder markieren kraftvolle energetische Räume, in denen Geometrie zum Ausdrucksmittel wird: Linien, Flächen und Kontraste sind keine neutralen Formen, sondern Träger von Stimmung,
Spannung und Energie.

Den geometrischen Arbeiten, die den Ausstellungsraum beherrschen, stellt Sabine Aichhorn andere Werkgruppen

gegenüber: Eine Arbeit aus Schokolade, die am Boden drapiert ist, sieht ein wenig aus wie ein Moor – so, als habe sich Mutter Natur einen Teil eines zivilisatorisch entwendeten Terrains zurückerobert. Und eine wild-chaotische Farbfleckenparade auf Malerpaletten, die im Raum verteilt sind, wirkt wie ein Kontrastprogramm zu den strengen Geometrien der Wandbilder. Bunt und grell wie die Farbtöne in einem Make-up-Koffer, wo es ja auch darum geht, durch Optimierung des Äußeren verführerische Wirkungen zu erzielen.

Sabine Aichhorns Malerei ist eine künstlerische Vision von Geometrie als
Medium, das Raum, Zeit und Emotion zugleich formt und die
Betrachter*innen zu Teilnehmern an einer Geschichte macht, die nur als schwaches Wetterleuchten am Wahrnehmungshorizont existiert und im Akt der Rezeption erst formuliert werden muss.

Text: Thomas Mießgang

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