Ruth Maier - es wartet doch so viel auf mich

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1 Termin
Montag 20. April
20. April
Mo
18:30
Lesung
Ruth Maier - es wartet doch so viel auf mich

Julia Blechinger liest aus “Ruth Maier - es wartet doch so viel auf mich“

Ruth Maier, wurde am 10. November 1920 in Wien geboren. Sie wuchs in einem wohlbehüteten, bürgerlichen Heim in Währing auf. Die Familie gehörte zu den “säkularen“ Juden in Österreich. Mit der Annektierung des Landes im März 1938 wurden Ruths Zukunftspläne und Hoffnungen abrupt beendet. Der Tag der sogenannten Reichskristallnacht war ihr 18. Geburtstag. Während es ihrer jüngeren Schwester und ihrer Mutter gelang, rechtzeitig nach England zu fliehen, emigrierte Ruth 1939 alleine nach Norwegen. Dort lebte sie vier Jahre als Flüchtling, bis sie, während der großen „Judenaktion“ im Spätherbst 1942, in Oslo verhaftet und nach Auschwitz deportiert wurde. Dort wurde sie wenige Tage nach ihrer Ankunft am 1. Dezember 1942 ermordet.

Seit ihrem 12. Geburtstag hat Ruth Tagebuch geführt. Ihrem Tagebuch vertraute sie an, was sie erlebte und bewegte, ihre Ängste und Träume, ihre Gefühle und Gedanken über die Zeit, in der sie lebte. Wach und interessiert an der Welt, hellsichtig, emotional und brillant formuliert.

Ihre Freundin, die norwegische Dichterin Gunvor Hofmo, bewahrte Ruths Tagebücher mehr als fünfzig Jahre lang auf. Aus diesem Material von rund 1100 Tagebuchseiten und 300 Briefseiten hat der norwegische Schriftsteller Erik Vold eine berührende Lebensgeschichte zusammengestellt. Erstmals 2007 in Norwegen erschienen, erregte das Buch internationales Aufsehen.

Julia Blechinger liest aus Ruth Maiers Tagebucheinträgen und Briefen.

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