Rice & Shrine: Fragmente einer Reise in Zen ohne Gebote
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Christoph Fellner, geboren 1981 in Graz und aufgewachsen in Japan und Österreich, ist Musiker, Künstler und Autor. An diesem Abend liest er Auszüge aus seinen Manuskripten, einer Reflexion über die asiatische Großstadt, steirische Regionalität, Familie und Identität, untermalt von Bildern seiner letzten Japanreise. Anschließend japanische Musik von Ambient zu Jazz bis JPop.
„Japan ist die letzten Jahre sehr hip geworden. Heuer sind gefühlt so gut wie alle dorthin: Mein Kollege auf Radtour, ein Freund mit VdB zur Expo, seine Freundin auf Konzertreise mit einer Punkband.
Gut kann ich mich an eine Zeit zurückerinnern, als es weniger trendy war, eher das Gegenteil: Kaum jemand interessierte sich dafür, bis auf ein paar Sprachnerds und Ethnologiebegeisterte. Nobody gave a fuck about that island far far away on the other side. Sushi war ein ungenießbarer roher Fisch. Selbst mein Sohn wurde noch in der Volksschule gebeten, sein stinkiges Essen nicht mehr mitzubringen, weil es einer Mitschülerin davor grauste. Auch mein persönlicher Zugang war davon geprägt. Jahrelang ignorierte ich diese Hälfte von mir, schob sie beiseite und wollte weiß sein. Rein weiß wie Buttermilch. Doch irgendwann passierte etwas, es gab einen Turn. Das ist eine Diashow, die diese Reise dokumentiert. Die Fragmente unterwegs sammelt und zu einem neuen Bild zusammenfügt. Als Prozess zwischen mir und dem Dazwischen.“ (cf)