Relaunch Hörzelle – Midissage Cubo
Zeitgenössische Kunst Klangkunst Installation
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Es ist soweit; Die Hörzelle wird neu befüllt!
Und die Ausstellung im Cubo von Camille Dedenise ist noch 2 Wochen zu sehen!
Neu in der Hörzelle:
blablabor (annette schmucki und reto friedmann)
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Jeder Radioapparat klingt anders: Der Grundig Concert Boy 240 überzeugt mit klarem Klang, während der Empfang des Stern Dynamic 2030 rau und störanfällig wirkt. Blablabor hat zu jedem der über hundert gesammelten Kofferradios eine eigene Beziehung aufgebaut. Wie wir werden auch die Geräte älter und gebrechlicher – beim Philips Limbo DeLuxe 90R1412 fehlt die Antennenspitze und der Batteriefachdeckel. Für „FM Alarm Clock Radio G641 T302 J“ nutzte Blablabor die Klänge und Eigenheiten ihrer Radiosammlung. Das Stück wurde für das Berliner Hörspielfestival 2025 nominiert.
Sashe Urdovski: Singing wire
Schon früh beschrieben historische Nutzende des elektrischen Telegrafen dessen Leitungen als „singende Drähte“: Durch Wind, elektrische Impulse oder Resonanzen entstanden hörbare Töne und Rhythmen, die musikalisch anmuten. Die Telefonzelle wird zum Hörraum für eine materielle, eigenständig schwingende Form der Kommunikation. Inspiriert ist das Stück von Alvin Luciers Werk „Music on a Long Thin Wire“ erzeugt ein Signal Schwingungen in einem gespannten Draht. Die Komposition entstand im Experimental Soundlab der Universität für Kunst und Design.
Christina Gruber: Thirsty Datacenter (Lindabrunn Edit)
Unser tägliches Leben basiert auf Interaktionen. Und dies immer öfter online. „Thirsty Datacenter“ führt zu unterschiedlichen Produktionsstätten und Landepunkten der Cloud. Wasser ist im Entstehungsprozess dieser globalen Servernetzwerke essenziell. Einerseits für die Kühlung der Datenzentren, aber auch für die Übertragung unserer Daten wird auf Wasser zurückgegriffen. Was passiert, wenn digitales Wasser wieder in den Wasserkreislauf eintritt? Verursachen endlose Streaming-abende auch reale Veränderungen unserer Atmosphäre? Dieses Hörstück begibt sich auf die Suche nach den Infrastrukturen der Cloud.
Hollis Taylor, Claire Edwards: Owen Springs Reserve
Basis dieses Stückes ist eine nächtliche Gesangsaufnahme des australischen Schwarzkehl-Schlächtervogels, aufgenommen 2014 nahe Alice Springs. Die Komponistin, Geigerin und Ornithologin Hollis Taylor erforscht in ihren Arbeiten die musikalischen Qualitäten von Vogelgesängen und deren Übertragung in menschliche Musik. Gespielt und interpretiert wird es hier von der bekannten australische Percussionistin Claire Edwards am Vibraphon.
Marie Lampropoulus: Zwischen den Gräsern
Marie Lambropoulus studierte Biologie an der Universität Wien, Studienzweig Ökologie, mit dem Schwerpunkt Vegetationsökologie, Natur- und Landschaftsschutz. Sie hat ihre Diplomarbeit über die Heuschreckenpopulation am Gelände des Symposions Lindabrunn verfasst und ist eine ausgezeichnete Kennerin dieses Habitates. In diesem Hörstück gibt sie Einblicke in die faszinierende Welt des vielstimmigen Orchesters dieser Lebewesen, das hier täglich zu hören ist.