Quantum Leaps
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Kuratiert von Manuel Mendonça
Jan Poš (Tschechien)
Johanna Arco (Österreich)
kennedy + swan (Deutschland)
Studio Above&Below (Deutschland/Vereinigtes Königreich)
T(n)C (Ungarn/Kasachstan)
Es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass alles ein Kreis ist. Auch wenn das in gewisser Weise zutrifft, könnte man argumentieren, dass es vielmehr Kreise innerhalb von Kreisen sind. Innerhalb dieser Schleifen, die unseren Kosmos definieren, gibt es eine, die von besonderem Interesse ist: die Rückkopplungsschleife von uns, bewussten Wesen, die in der Welt sind. Was wir erfahren, bildet die Grundlage unserer Existenz, und durch unser Handeln können wir es verändern.
In der Quantenphysik ist dies der Grund, warum Forschung so kompliziert ist. Während wir beobachten, verändern wir die Ergebnisse. Diese können paradox sein, doch solange sie vorhersagbar sind, kann die Wissenschaft sie nutzen. Ein echtes Experiment muss daher unter besonderen Bedingungen stattfinden. Während das Laborexperiment auf Sterilität, Objektivität und Wiederholbarkeit beruht, ist der menschliche Geist flexibler.
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Unser Verständnis der Gegenwart wird von unserer Vorstellung der Zukunft geprägt. Die Zukunft ist in das Jetzt eingeschrieben, weil wir ständig mit ihr umgehen … wie eine Formel mit einer unbekannten Variablen begleiten uns die Zukunft und ihre Prognosen und bestimmen unser Handeln.
Dies ist nicht nur Poesie des Alltags – es ist verbunden mit der Fähigkeit des Menschen, Pläne zu machen, zu fantasieren und sich bessere Zeiten zu wünschen. Ohne Vorstellungskraft gibt es keine Zukunft.
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Essay von Simon Goritschnig