Psychoanalyse und Religion

Ringvorlesung
Theorie Vortrag
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9 Termine
Montag 9. November
9. Nov.
Mo
17:00
Vortrag bis 18:30
Joan Copjec: Whence Kiarostami, or: the Oneness of God
Anmeldung erforderlich.
Bibliothek der Psychoanalyse
Montag 16. November
16. Nov.
Mo
19:00
Vortrag
Ulrike Kadi: Bilderverbot. Ein religiöser Rest in der Psychoanalyse Lacans?
Anmeldung erforderlich.
Bibliothek der Psychoanalyse
Montag 23. November
23. Nov.
Mo
17:00
Vortrag
Wilfried Datler: Varianten der Funktion von Religion in Prozessen der unbewussten Abwehr
Anmeldung erforderlich.
Bibliothek der Psychoanalyse
Montag 30. November
30. Nov.
Mo
17:00
Vortrag
Irene Berkel: Aus den Fugen. Zum “free floating sense of catastrophe” in der Gegenwart und im Mittelalter
Anmeldung erforderlich; ab 17. November möglich.
Bibliothek der Psychoanalyse
Montag 7. Dezember
7. Dez.
Mo
17:00
Vortrag
Roger Frie: Compassion in the Face of Human Destructiveness: Erich Fromm and the Holocaust Correspondence
Anmeldung erforderlich; ab 17. November möglich.
Bibliothek der Psychoanalyse
Montag 14. Dezember
14. Dez.
Mo
17:00
Vortrag
Karoline Schoenwald: Stimme ohne Klang: Schönbergs verstummender Moses als fading subject Lacans
Anmeldung erforderlich; ab 17. November möglich.
Bibliothek der Psychoanalyse
Montag 11. Jänner 2027
11. Jän. 2027
Mo
17:00
Vortrag
Daru Huppert: Beyond Moses – The Uses of an Object
Anmeldung erforderlich; ab 17. November möglich.
Bibliothek der Psychoanalyse
Montag 18. Jänner 2027
18. Jän. 2027
Mo
17:00
Vortrag
Isabella Guanzini: Das unheilbare Sinthom. Jacques Lacans „Triumph der Religion“
Anmeldung erforderlich; ab 17. November möglich.
Bibliothek der Psychoanalyse
Montag 25. Jänner 2027
25. Jän. 2027
Mo
19:00
Vortrag
Sabine Schlüter: Glaube und inneres Objekt
Anmeldung erforderlich; ab 17. November möglich.
Bibliothek der Psychoanalyse

Die Vortragsreihe widmet sich der spannungsreichen Beziehung zwischen Psychoanalyse und Religion. Seit den Anfängen der Psychoanalyse spielt Religion – neben Mythos und Kunst – eine zentrale Rolle als Forschungsgebiet in der Geschichte der Zivilisation. Religion lässt sich als komplexes Zusammenspiel von intrapsychischen Prozessen, relationalen Erfahrungen und kulturellen Symbolsystemen verstehen. Die Psychoanalyse leistet einen wesentlichen Beitrag zu diesem Verständnis, indem sie unbewusste Bedeutungsstrukturen, sprachliche Ordnungen und Objektbeziehungen untersucht, ohne religiöse Phänomene vorschnell auf bloße Illusionen zu reduzieren.

Freud verstand Religion bekanntlich in erster Linie als eine Illusion, die dazu dient, die Nöte des Lebens erträglicher zu machen, und stellte sich damit in die Tradition des aufklärerischen Denkens. Im Gegensatz dazu betonten Denker wie Oskar Pfister, Carl Gustav Jung und insbesondere Erich Fromm mit seiner humanistischen Perspektive, dass Religion auch persönliches Wachstum und psychisches Wohlbefinden fördern kann. Neuere psychoanalytische Ansätze haben diese Differenzierung weiter vorangetrieben. Mit Donald Winnicott etwa lässt sich die religiöse Erfahrung im „Übergangsraum“ verorten, wo subjektive und objektive Realität vermittelt werden. Eine weitere wichtige Perspektive bietet Jacques Lacan, der Religion aus sprachlichen und strukturellen Blickwinkeln analysiert, sie aber gleichzeitig als Quelle von Sinn ernst nimmt.

Die Vortragsreihe wird die Beziehung zwischen Religion und Psychoanalyse untersuchen und dabei philosophische Fragen in die Diskussion einbeziehen. Ein besonderer Fokus soll dabei auf aktuelle soziale Anfordernisse und Krisen im Zusammenhang mit Religion gelegt werden.

Konzeption: Martin Eleven, Daniela Finzi, Esther Heinrich
Eine Kooperation von Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft und Sigmund Freud Museum

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