Praxeologie der Digitalität
Kunst Medien & Technologie Theorie Konferenz
Verbindung zu esel.at
Interdisziplinäres Symposium zum künstlerischen Arbeiten im Zeitalter digitaler Reproduzierbarkeit
Eine Kooperation zwischen den Abteilungen Expanded Museum Studies, Kulturwissenschaften, Geometrie sowie Kunstsammlung und Archiv
Das Symposium Praxeologie der Digitalität widmet sich der künstlerischen und kuratorischen, aber auch der edukativen Arbeit mit digitalen Reproduktionsverfahren. Im Zentrum steht die Frage, wie sich mit der zunehmenden Verfügbarkeit digitaler Reproduktionstechnik nicht nur neue gestalterische Möglichkeiten für Architektur, Design und Kunst, sondern auch veränderte epistemische, ästhetische und politische Ordnungen herausbilden.
Reproduktion wird dabei nicht als bloßer Akt der Vervielfältigung, sondern als komplexer Prozess verstanden, in dem technische Infrastrukturen, gestalterische Entscheidungen und gesellschaftliche Vorstellungen untrennbar miteinander verwoben sind. Digitale Reproduktion erscheint entsprechend als ein Praxisfeld, in dem sich Fragen nach Wissen, Sichtbarkeit, Materialität und Macht neu konfigurieren – sei es im Kontext von Bildung, künstlerischer Forschung oder der Schaffung, Dokumentation und Transformation von Räumen.
Die beiden Panels des Symposiums nähern sich diesem Feld aus unterschiedlichen Perspektiven: Während Digitalität und Bildung der Verschränkung von technischen Infrastrukturen, pädagogischen Praktiken und politischen Implikationen des Digitalen nachgegangen wird, richtet das Panel Hybride Rückkopplungen den Blick auf die Wechselwirkungen zwischen digitalen Reproduktionstechniken, räumlicher Erfassung und künstlerisch-kuratorischen Prozessen sowie ihren rechtlichen Implikationen. Die Veranstaltung geht auf eine interdisziplinäre und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit von Felix Koberstein (Expanded Museum Studies), Judith Burger (Kunstsammlung und Archiv), Florian Bettel und Liddy Scheffknecht (Kulturwissenschaften) sowie Leonard Weydemann (Geometrie) zurück.
PROGRAMM
10 Uhr Exkursion: Computational Empowerment Lab, Zentrum für Lehrer*innenbildung, Universität Wien, Porzellangasse 4, 1090 Wien
14 Uhr Kurzpräsentationen und Diskussion: Digitalität und Bildung
Moderation: Florian Bettel, Panelists: Eva Greisberger (Zentrum Didaktik für Kunst und interdisziplinären Unterricht), Daniela Kröhnert (Digitale Methoden/Digitale Produktion), Patrícia J. Reis (Digitale Kunst)
15:30 Uhr (Pause), Eindrücke aus der Praxis
16 Uhr Kurzpräsentationen und Diskussion: Hybride Rückkopplungen
Moderation: Liddy Scheffknecht, Panelists: Charlotte Reuß (Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung), Konrad Strutz (Kunst & Kommunikative Praxis), Bence Pap (Architekturentwurf 2 - Studio Space Popular), Philipp Reinsberg (Design, Architektur & Environment für Kunstpädagogik)