Playing In Uncertain Times
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Ewa Berg_Lisa Fjellman_Christel Lundberg_Pepe Viñoles
Vernissage 12. August 2026, 19-21h
Öffnungszeiten: 13.- 16. August 2026, 17h - 19h
Playing in Uncertain Times versteht sich als Ausstellung über künstlerische Wahrnehmung in Zeiten gesellschaftlicher, politischer und kultureller Unsicherheit. Ausgangspunkt ist ein surrealistischer Geist, der nicht als historische Stilrichtung, sondern als Haltung gegenüber der Gegenwart verstanden wird: als Bereitschaft, vertraute Ordnungen zu hinterfragen, verborgene Zusammenhänge sichtbar zu machen und Realität durch Imagination, Irritation und Verschiebung neu zu betrachten.
Der historische Surrealismus entstand in den 1920er-Jahren vor dem Hintergrund tiefgreifender gesellschaftlicher Erschütterungen. In Wien entwickelte Sigmund Freud mit der Erforschung des Unbewussten neue Perspektiven auf Traum, Erinnerung und menschliche Wahrnehmung.
Ein Jahrhundert später scheint die Gegenwart erneut von tiefgreifenden Veränderungen geprägt. Politische Instabilität, gesellschaftliche Polarisierung, technologische Umbrüche und ökologische Krisen erzeugen ein Gefühl permanenter Veränderung. Vertraute Orientierungssysteme verlieren an Verbindlichkeit.
Das „Spielen“ im Titel bezeichnet dabei eine Methode des Denkens: das Erproben anderer Perspektiven, das Überschreiten von Grenzen und das vorübergehende Außerkraftsetzen festgelegter Regeln. Spiel eröffnet einen Raum, in dem neue Verbindungen und Sichtweisen entstehen können.Im Zentrum steht die Verbindung zweier Städte: Wien und Malmö. Geografisch voneinander entfernt, sind beide Städte durch europäische Geschichte, kulturellen Austausch und gegenwärtige gesellschaftliche Veränderungen miteinander verbunden.
Die Ausstellung versteht sie als unterschiedliche kulturelle und mentale Räume, deren Gemeinsamkeiten und Differenzen durch die Kunst miteinander in Beziehung treten.Playing in Uncertain Times lädt dazu ein, Unsicherheit nicht ausschließlich als Bedrohung, sondern auch als offenen Zustand zu begreifen – als Möglichkeit, bestehende Grenzen, Perspektiven und Zusammenhänge neu zu denken.