Play Date
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Spielen, das ist etwas vom Besten.
Marcel Duchamp
Die Ausstellung Play Date beleuchtet die Verbindungen zwischen Kunst und Spiel und geht der Frage nach, welche Formen das Spielerische in künstlerischen Arbeiten annehmen kann. Spielerische Strategien – wie das Arbeiten mit Regeln und Versuchsanordnungen ebenso wie Experiment, Regelverstoß und Zufall – zeigen sich dabei als wesentliche Aspekte der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
Play Date macht das Spiel im Spannungsfeld von Idee und Variation, Aktion und Interaktion sowie freiem und kompetitivem Spiel erfahrbar. Während künstlerische Auseinandersetzungen mit Schach- oder Ball, Karten- und Würfelspielen die Funktionsweisen und Logiken dieser klassischen Spielformen aufgreifen und unterwandern, laden Handlungsanweisungen und partizipative Installationen die Besucher:innen ein, selbst Teil der Kunst zu werden. Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden performative Rollenspiele, in denen Künstler:innen alternative Formen des Selbst erproben.
Als gemeinsames Handeln und Erleben ist das Spiel – weit über die Kindheit hinaus – eine zentrale soziale Praxis. Neben seinem Potenzial geteilten Vergnügens verweist die Ausstellung auch auf Bedingungen von Teilhabe und Ausschluss. Sie fragt nicht nach Gewinnern und Verlierern, sondern vielmehr nach den Voraussetzungen des Spiels: Wer darf mitspielen und nach wessen Regeln wird gespielt? Die Ausstellung versteht das Spiel dabei als gemeinschaftlichen Prozess, in dem neue Formen der Interaktion und Partizipation erprobt werden können. Play Date öffnet Spielräume im doppelten Sinne – als künstlerische Praxis ebenso wie als Feld sozialer Möglichkeiten.
Mit Werken aus der Sammlung der Heidi Horten Collection sowie internationalen Leihgaben von Eleanor Antin, Rasheed Araeen, John M Armleder, John Baldessari, André Breton, Alexander Calder, Lygia Clark, Céline Condorelli, Marcel Duchamp, Fischli/Weiss, Eva Grubinger, Keith Haring, Benjamin Hirte, Carsten Höller, Anna Jermolaewa, Matthias Krinzinger, Palle Nielsen, Yoko Ono, Maruša Sagadin, Takako Saito, Cindy Sherman, Philipp Timischl, Sofie Thorsen, Kay Walkowiak, Andy Warhol, Erwin Wurm und anderen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Kuratiert von Véronique Abpurg.