permanent temporär
Darstellende Kunst Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Mit adO/Aptive (Janina Weißengruber, Daniel H. Pineda und Laura Oyuela), Hilma Bäckström, Andreas Fogarasi, Peter Kozek und Maximilian Prag, Charlotta Ruth, Julian Siffert und Seth Weiner, Johanna Tinzl calls Katrin Hornek, Marwa Yasin
permanent temporär entwickelt aus einer Reihe von Einladungen und Veranstaltungen, die sich über fünf Wochen miteinander verschränken, eine verdichtete Ausstellung, deren Eröffnung erst am Ende des Prozesses steht. In einem eigens dafür gestalteten räumlichen Setting werden die Geschichte(n) eines gemeinschaftlich gedachten Ausstellungsraums, der kex—, (re-)konstruiert, verhandelt, performativ bearbeitet und, mit künstlerischen Strategien ergänzt, sichtbar gemacht. Befragt werden Leerstellen oder (scheinbar) Abwesendes, die Widersprüchlichkeit des permanent Neuen und stets Temporären. Den Ausgangspunkt bilden dabei Künstler*innen-Biografien sowie der Wandel von Institutionen und Kunstbegriffen in den letzten Jahrzehnten in Wien und darüber hinaus.
Eine Kollaboration des kex—teams mit Georgia Holz
Programm
18.00
A Score of De-collecting (Eine Partitur des Entsammelns)
Charlotta Ruth und Georgia Holz
Eine Kunsthalle definiert sich gewöhnlich als nicht sammelnde Institution, und auch die kex– hat nie bewusst gesammelt oder Kunst als Eigentum, geschweige denn als Investment, begriffen. Dennoch verfügt sie über eine „ungesammelte Sammlung“, die sich seit Bestehen der kex– gewissermaßen zufällig akkumuliert hat: Vergessenes, Liegengelassenes und Geschenktes, Kunstwerke, Materialien, Gegenstände. Die Besitzerverhältnisse sind nicht geklärt und die Möglichkeiten zu “Pflege” und “Nutzen” nicht gegeben. Das Team hat sich entschieden, sich von dieser Sammlung zu trennen und sie, soweit zuschreibbar, an ihre Urheber*innen oder Besitzer*innen zurückzugeben. Die Performerin Charlotta Ruth und die Kuratorin Georgia Holz haben einen performativen Score (Partitur) entwickelt, der das Publikum in diesen Prozess einbindet und Fragestellungen der Fürsorge für Objekte spielerisch im Raum verhandelt.
18.00-21.00
building a world according to brand guidelines (god’s favorite designer)
Peter Kozek und Maximilian Prag
In „Building a World According to Brand Guidelines (God’s Favorite Designer)“ kreieren Peter Kozek und Maximilian Prag die Welt – nicht innerhalb von sieben Tagen, sondern innerhalb von drei Stunden (wegen Deadlines). In der Performance improvisieren, sammeln und digitalisieren sie Materialien, um die Leere zu füllen und die Welt entstehen zu lassen, nicht mit einem bestimmten Zweck, sondern rein um des Schaffens willen.
18.00-21.00
Zine-Assembly-Line
adO/Aptive
Die Eröffnung von permanent temporär markiert zugleich auch die Fertigstellung des von adO/Aptive zusammengestellten Zines, das den gesamten Prozess des kollektiven Ausstellungsprozesses sowie alle mit einhergegangenen Events dokumentiert. Am adO/Aptive Arbeitsplatz, an dem die Publikation sukzessive und mithilfe vieler Gäste entstand, wird das in schwarz-weiß gedruckte Zine nun zusammengestellt. Farbige Inserts markieren die Kapitel, Post-its verleihen der einzelnen Ausgabe spontanen Kontext.