Operation Luxor
Theater Theateraufführung
Verbindung zu esel.at
Eine Produktion des Theaterkollektiv Hybrid
In Koproduktion mit Theater am Werk
In Kooperation mit der Dokustelle Österreich
Uraufführung
Inszenierung: Alireza Daryanavard
Premiere am 05.03.2026
Am 9. November 2020 fand in Österreich die „Operation Luxor“ statt, eine der größten Polizeiaktionen der Zweiten Republik. Über 900 Einsatzkräfte durchsuchten gleichzeitig 60 Haushalte in vier Bundesländern. Betroffen waren vor allem Familien, deren Wohnungen in den frühen Morgenstunden gewaltsam geöffnet wurden und Vereinslokale, die humanitäre Arbeit leisten. Trotz des massiven Aufgebots wurden weder Waffen gefunden noch Anklagen erhoben.
Besonders schwer wiegen die Auswirkungen auf Kinder: Mehr als 60 Minderjährige waren den Razzien ausgesetzt. Untersuchungen dokumentieren anhaltende Traumafolgen, Angstzustände und Schlafstörungen. Für viele Familien dauert die Belastung bis heute an.
Mehrere Ermittlungsverfahren gegen Beschuldigte wurden eingestellt und bis heute wurde niemand verurteilt. Viele Betroffene berichten von fehlender Transparenz und erheblichen Eingriffen in ihr Privatleben. Die Operation hatte unmittelbare existenzielle Folgen wie Stigmatisierung, Jobverluste, die Sperrung von Bankkonten und daraus resultierende finanzielle Notlagen. Das Projekt nähert sich der Operation Luxor aus künstlerischer und dokumentarischer Perspektive. Interviews, juristische Recherchen und Austausch mit Betroffenen bilden die Grundlage.
Das Theaterkollektiv Hybrid wurde vom Regisseur und Autor Alireza Daryanavard gegründet und vereint interdisziplinäre Künstler*innen, die sich mit gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzen. Das Kollektiv war bereits im Herbst 2023 mit ihrer Produktion Stadt unter Belagerung – Teil 1: Sarajevo im Theater am Werk zu erleben.